Vor etwa zwei Stunden wurde ich auf ein Thema im Sellerforum aufmerksam, welches mir bei genauer Betrachtung Bauchschmerzen bereitet. Der User “Unbequem” berichtet in seinem Beitrag von diversen Vorgängen bei eBay, die man als Datenschützer sicherlich nicht auf die leichte Schulter nehmen würde. Ich erlaube mir an der Stelle ein Vollzitat des Threads bei Pastebin, um den genauen Inhalt des Beitrags wiedergeben zu können. Das “Ok” des Betreibers liegt natürlich vor. Den Beitrag und auch die Reaktionen der registrierten Nutzer, kann man sich direkt im Sellerforum mit diesem Link genauer ansehen.
Wie aus dem Thread hervorgeht, beschäftigt eBay wohl ein externes Callcenter – was im ersten Moment nicht die Seltenheit bei großen Unternehmen darstellt – um den “kompletten Kundenservice und Top-Kundenservice” für eBay abzuwickeln. Das wäre nicht schlimm, wenn man die Leute in diesem Callcenter nicht mit Billiglohn auf Hochleistung arbeiten lassen würde. Wie der ehemalige Mitarbeiter dieses Callcenters schreibt, verdient man bei der Firma “Competence Call-Center AG” wohl schlappe 7,50 + 1 Euro Bonus und darf für diesen Lohn Höchstleistung – selbst mit hoher Verantwortung – zeigen. Nun, selbst der Billiglohn stellt noch keine Seltenheit dar, selbst wenn es für ein Unternehmen wie eBay schon ein gewaltiges Armutszeichen ist. Der Verfasser des Beitrags schreibt hierzu das Folgende:
Ich habe bis vor einigen Tagen für die Firma Competence Call-Center (CCC) gearbeitet, welche den kompletten Kundenservice & Top- Kundenservice für die Firma eBay abwickelt.
Dieses Unternehmen serviciert an den Standorten Leipzig, Berlin – Stralauer Allee 2, Berlin – Greifswalder Str für die Firma eBay Kunden.
Die Firma eBay hat vor einigen Jahren den eigenen Mitarbeiterstamm im Servicebereich “entsorgt” und auf die Firma CCC & Transcom gesetzt. Die Mitarbeiter im CCC arbeiteten lange Zeit für einen Stundenlohn von 7 Euro + 1 Euro Bonus, mittlerweile für 7.50 + 1 Euro Bonus.D.h. 8.50 für 2-3 Monate Schulungen. 8.50 für einen motivierten Mitarbeiter im Top-Kundenservice, dessen Kunden oftmals mit der eigenen Existenz in diesem Geschäft stecken. 8.50 Euro für weit über 3000 wichtige E-Mails pro Jahr, die jeder Mitarbeiter täglich zu lesen, verstehen und auch umzusetzen hat.
Die eigentliche Problematik beginnt mit den folgenden Aussagen. Teilweise sind es – näher betrachtet – harte Vorwürfe gegenüber eBay im Hinblick auf den Datenschutz und den Umgang mit den eigenen Kunden/Verkäufern.
Da wäre auf der einen Seite die Aussage, dass man in diesem Callcenter mit Pseudonym arbeitet und versucht, den Anrufer möglichst schnell abzuwimmeln. Stellt man sich einmal vor, dass hierbei Existenzen mit Decknamen abgefertigt werden, ist dies durchaus keine tolle Sache. Zumal es auch aus rechtlicher Sicht nicht praktisch ist wenn man versucht gegen Mitarbeiter des Callcenters vorzugehen, sofern es einmal ausreichend Grund dazu gibt. Dass man mit Pseudonym arbeitet, zeugt eigentlich davon, dass da etwas nicht so ganz sauber abläuft. Auch folgende Aussage bestätigt uns das:
Laut Aussagen von Gewerkschaftsfunktionären ist es in der Zweigstelle Leipzig nur unter Hilfenahme der Polizei möglich gewesen, gewerkschaftlichen Aufgaben nachzugehen. In der Zweigstelle Stralauer Allee 2 befinden sich sogar Projektmanager des Unternehmens im Betriebsrat, was in meinen Augen absolut nicht tragbar ist. Projektmanager sind mit die höchsten Führungspositionen im Unternehmen CCC, d.h. es gibt keine wirkliche Arbeitsnehmervertretung.Ein Betriebsratsmitglied welches diese Zustände angeprangert hat, wurde vom CCC in 14 Tagen 4-5 mal abgemahnt und letztendlich wegen fadenscheinigen Gründen (Arbeitszeitbetrug) fristlos gekündet. Der restliche Betriebsrat wurde vermutlich “gefügig” gemacht und hat der fristlosen Kündigung zugestimmt.
Die Gewerkschaft kann nur mit Hilfe der Polizei seinen Aufgaben nachgehen und ein Mitglied aus dem Betriebsrat wurde aus dem Unternehmen rausgemobbt? Sollten diese Aussagen richtig sein, wirft dies durchaus ein fragliches Bild über eBay bzw. das eingesetzte “Competence Call-Center”. Scheinbar versucht man hier bewusst, diverse Details nicht an die Öffentlichkeit dringen zu lassen und Mitarbeiter unter Druck zu halten.
Was mir persönlich ins Auge gestochen ist, sind die folgenden Zeilen. Der Verfasser schreibt:
Jeder Kundenservice-Mitarbeiter kann ALLE ihre privaten Nachrichten lesen die über das eBay-System verschickt werden. Behauptet ein Kundenservice Mitarbeiter etwas anderes, so lügt er im Auftrag der Firma CCC bzw indirekt dem Auftraggeber.
Es gingen etliche e-Mails über den Mailverteiler im CCC, wo uns ausdrücklich gesagt wird, dass wir auf absolut gar keinen Fall den Kunden davon erzählen sollen, dass wir Ihre privaten Nachrichten lesen können. Sollte mich die Firma eBay deswegen verklagen wollen…nur zu! Ich werde jeden Zeugen vor Gericht zu einer eidesstattlichen Versicherung zwingen.
Diesen Umstand werde ich auch an den Datenschutzbeauftragten der Stadt Berlin und des Bundes weiterleiten.
Dies ist durchaus ein gewaltiger Vorwurf gegenüber dem Callcenter und besonders eBay. Soweit mir bekannt ist es gesetzlich nicht gestattet, private Nachrichten – wie E-Mails und sogenannte PNs – für Betreiber, Angestellte oder Dritte in dieser Art zugänglich zu machen. Selbst Administratoren müssen den Blick in private Dinge mit großer Vorsicht genießen. So wie es aussieht, gewährt eBay allerdings den vollen Einblick in private Nachrichten der Verkäufer. Und dies nicht oder nicht nur den eigenen Angestellten, sondern einem externen, eigenständigen Unternehmen. Dies stellt in meinen Augen ein erhebliches Datenschutzproblem dar und sollte bei unseren Datenschützern ein gewisses Interesse wecken, die Angelegenheit zu verfolgen.
Auch folgende Aussage, weckt bei mir eine grausige Stimmung mit Blick auf den Datenschutz der Verkäufer beim Auktionsportal eBay:
Sie können sich als gewerbliches Mitglied mit folgenden Angaben am Telefon verifizieren:
Name Vorname
e-Mail Adresse
Adresse
Telefonnummer
die letzten 4 Ziffern ihrer Bankverbindungund nun prüfen Sie doch einmal selbst, wieviele von diesen Daten jedes Mitglied auf ihrer Mich-Seite oder z.B. in der Kaufabwicklung bzw den Hinweisen für gewerbliche Verkäufer einsehen können.
Was glauben Sie, welche Möglichkeiten der verifizierte Anrufer für Ihr Mitgliedskonto hat? Er könnte z.B. Ihre Umsätze erfragen, Vermerke wegen nicht bezahlten Artikeln bei Käufern entfernen lassen und viele Dinge mehr. Davon würden Sie nichts erfahren, da der Anrufer ja in ihrem Namen anruft.
Ich glaube, dass man dies nicht weiter ausführen muss. Es sollte klar sein, dass es nicht vernünftig ist, einen Anrufer über Daten zu verifizieren, die für jeden Besucher der Plattform “eBay” sichtbar sind. Man sollte hier grundlegende Dinge überdenken und sicherlich für mehr Schutz der Verkäufer sorgen. Es kann nicht angehen, dass jeder x-beliebige Anrufer den vollen Einblick in das Verkäuferkonto bei eBay erhält. Das wäre in etwa so, als würde Ihre Bank die Kartennummer samt, Kontodaten und PIN auf einer öffentlichen Website präsentieren.
Im Thread wurde auch eine E-Mail veröffentlicht, die offenbar von der CCC (Competence Call Center AG) an den Verfasser des Beitrags im Sellerforum gerichtet wurde. Ich erlaube mir an der Stelle ein Vollzitat, um den Inhalt in seiner Richtigkeit wahren zu können.
Sehr geehrter Hr.********
wir haben die unten angeführte Nachricht erhalten und möchten Sie gerne über die Rechtsfolgen Ihres angekündigten Verhaltens informieren.
Wenn Sie diesen Text veröffentlichen
a.) verstoßen Sie gegen die vertraglich vereinbarte Geheimhaltungspflicht gem. § 9 Ihres Dienstvertrages;
b.) wird eine Konventionalstrafe idH von 2 Monatsgehältern fällig (§ 14 des Arbeitsvertrages);
c.) verstoßen Sie gegen das Datengeheimnis gem. § 10 Ihres Dienstvertrages;
d.) wird eine Konventionalstrafe idH von 1 Monatslohn fällig (§ 14 des Arbeitsvertrages);
e.) werden wir jeden, durch die Veröffentlichung darüber hinaus gehenden Schaden bei Ihnen persönlich geltend machen;
f.) haben Sie das Delikt der Kreditschädigung erfüllt, weil dieser Text falsche Tatsachenbehauptungen enthält, die kreditschädigend sind.Die für Sie hieraus entstehenden Kosten (Konventionalstrafen, Anwaltskosten, etc.) schätzen wir mit rd. € 50.000,00 ein. Hinzu kommen der unter Pkt. e.) zum jetzigen Zeitpunkt der Höhe nach in Zahlen nicht erfassbare Schaden.
Sie sind seit zwei Wochen unentschuldigt an Ihrem Arbeitsplatz nicht erschienen. Auch hieraus ergibt sich ein Schadenersatzanspruch.
Wir fordern Sie auf die Veröffentlichung des Textes zu unterlassen und uns dies binnen 24 Stunden per Email zu bestätigen unter
legal@yourccc.com
Sollten Sie dieser Frist nicht nachkommen, werden wir gegen Sie eine Klage auf Unterlassung verbunden mit einem Antrag auf einstweilige Verfügung einbringen.
Mit besten Grüßen
*********, MBA
Head of Legal & ComplianceCompetence Call Center AG
Spengergasse 37, 1050 Wien, Österreich
T: +43 1 811 22-7799Handelsgericht Wien FN 173078b
Vorstand: Mag. Thomas Kloibhofer – Christian Legat – Dr. Veronika Weiss
Vorsitzender des Aufsichtsrates: Dr. Wolfgang Baur
Nun, liest man sich diese E-Mail genauer durch, dann könnte man durchaus den Gedanken verfolgen, dass die Aussagen des ehemaligen Mitarbeiters richtig sind. Der Betreiber des Portals “Sellerforum.de” konnte sich bei einem Gespräch mit dem Verfasser, von der Richtigkeit überzeugen und gibt dies auch im Beitrag wieder. Ich für meinen Teil, glaube auch nicht, dass an den Aussagen auch nur eine Unwahrheit dran ist. Ich gehe viel mehr davon aus, dass die Anschuldigungen durchaus begründet sind. Wie in der E-Mail erkennbar, wird mit typischen Druckmitteln versucht, den ehemaligen Mitarbeiter davon abzuhalten, in der Öffentlichkeit über die Vorgänge auszupacken.
Ich werde dieses Thema auch noch ein wenig im Detail betrachten und die “Competence Call Center AG” um eine eigene Darstellung bitten. Schließlich möchte ich dem Unternehmen die Möglichkeit geben, die eigene Sichtweise darzustellen. Ich selbst kann mich nur auf die Aussagen Dritter stützen und möchte dies auch klarstellen. Ich habe kein Interesse dem Unternehmen zu schaden, aber ich denke, dass es durchaus ein öffentliches Interesse gibt, sofern an den Aussagen Wahrheiten feststellbar sind. So lange mir keine Nachweise vorliegen, möchte ich klarstellen, dass dies lediglich eine Berichterstattung über einen im Sellerforum gesichteten Thread ist.
Über weitere Informationen werde ich an dieser Stelle gerne in einem Update berichten.
Update 25.01.2013:
Es gibt ein paar Neuigkeiten bei der Sache, die ich der Öffentlichkeit nicht vorenthalten möchte. Zunächst möchte ich erwähnen, dass sich eine weitere Person gemeldet hat, die ebenfalls in Verbindung mit diesem Callcenter steht und weitere Informationen übersandt hat, die noch tiefer in die Materie gehen. Offenbar gibt es Mitarbeiter im Callcenter, die nicht nur auf private Nachrichten der eBay-Mitglieder zugreifen können, sondern auch Kontrolle und vollständige Einsicht in Zahlungsvorgänge bei PayPal haben. Hinzu kommen Fehler im System, die über längere Zeit nicht behoben wurden und – soweit ich es richtig verstanden habe – auch für viele Probleme mit PayPal-Zahlungen, sowie Rückbuchungen verantwortlich waren. Ich möchte an dieser Stelle aber noch keine ausführlichen Details veröffentlichen, da bisher die Stellungnahme der Competence Call Center AG fehlt.
Die Competence Call Center AG hat sich zwischenzeitlich auch hier gemeldet und auf meine Anfrage zur Stellungnahme geantwortet. Zunächst sei erwähnt, dass die Botschaft nicht nur von einem Empfänger, sondern einer ganzen Liste gelesen wurde. Es besteht also ein reges Interesse an den öffentlichen Informationen bzw. dieser Berichterstattung. Dies erkennt man auch an der Zugriffszahl des Threads im Sellerforum, welche derzeit bereits an die 2.000er Marke steigt. Die Competence Call Center AG teilte mir mit:
“…vielen Dank für Ihr Email und Ihr Angebot zur Stellungnahme.
Hr. *** hat eine Vielzahl von Punkten angesprochen.
Wir nehmen dieses Thema sehr ernst und überprüfen derzeit jeden einzelnen darin enthaltenen Vorwurf.Nachdem diese Untersuchung abgeschlossen ist werden wir über die nächsten Schritte entscheiden. …”
Nun… Es ist ja schön, dass man so schnell und nett auf meine Anfrage reagiert hat. Was ich allerdings gerade mit einem bösen Blick begrüße ist die Tatsache, dass mir die nette Dame aus der Abteilung “Public Relations” der Competence Call Center AG mal eben einen Namen übersandt hat, den ich zuvor nicht kannte. Und ich gehe davon aus, dass es sich hierbei womöglich um den (ehemaligen?) Mitarbeiter der Competence Call Center AG handelt, welcher – laut Thread bzw. eigener Aussage – von eben diesem Unternehmen unter Druck gesetzt und zum Schweigen angemahnt wird/wurde. Soweit kann ich zumindest in diesem Fall ganz sicher sagen, dass dies ein klarer Verstoß gegen geltende Datenschutzpflichten war. Selbst wenn an den Vorwürfen nichts dran wäre, ist es nicht in Ordnung den Namen eines (ehemaligen?) Mitarbeiters an Dritte einfach so pauschal herauszugeben. Trotzdem bin ich noch gespannt auf die ggf. eintreffende Stellungnahme des Unternehmens.
Update 27.01.2013:
Wie ich sehe, ist auch heise.de an Informationen zu diesem Thema interessiert. Vor etwa einer halben Stunde erschien der Beitrag “eBay weist vorgeworfene Datenschutz-Probleme zurück“. Der Verfasser Jörg Wirtgen schreibt in seinem Beitrag, dass eBay gegenüber heise eine Stellungnahme zum Fall abgegeben hat. Dabei weist eBay die Vorwürfe – zumindest teilweise – zurück. Folgende Passage scheint mir von Interesse zu sein:
“…widersprach eBay-Sprecherin Maike Fuest nicht, sondern sagte heise online, dass die Bundesnetzagentur es 2008 als “rechtskonform beurteilt” habe, dass eBay alle privaten “Mitteilungen einsehen kann” und dass diese Einsicht “ausschließlich das Ziel” verfolge, Betrugsversuche zu erkennen. Darauf würde bei jedem Senden einer Nachricht hingewiesen. Sie ging nicht darauf ein, ob es auch rechtskonform ist, dass die Mitarbeiter von Subunternehmen die volle Einsicht in die Kommunikation bekommen…”
Es wundert mich nicht, dass man genau auf diese Frage nicht weiter eingehen möchte. Auch wenn es in den Nutzungsbedingungen bzw. der Datenschutzerklärung Punkte gibt, die es erlauben würden, diese Art der Information an externe und eigenständige Unternehmen weiter zu geben, haben wir es hier mit Daten zu tun, die der Gesetzgeber durchaus mit einer E-Mail gleichstellen könnte. Und wie wir alle wissen, steht das Gesetz grundsätzlich schonmal über irgendwelchen Nutzungsbedingungen und Vereinbarungen, sofern sie eben genau mit diesen Gesetzen nicht vereinbar sind. Richtig ist, dass eBay – wie auch PayPal (darauf komme ich gleich) – in den Nutzungsbedingungen bzw. den Datenschutzerklärungen auf die Weitergabe von Daten an externe Dienstleister hinweist. Wie genau diese Daten dort verwendet werden können, ist allerdings nicht ganz klar. Und nachdem ich nun einige Dinge über weitere Mitarbeiter bei CCC erfahren habe, kann ich sagen, dass die Verwendung der Daten schon sehr an die Grenzen jeglichen Verständnisses gehen. Verständlich wäre der Zugriff auf derartig sensible Informationen bei eBay intern, jedoch nicht bei unzähligen Unternehmen, die auch für andere Kunden (Firmen) tätig sind. Vorallem ist für mich nicht erkennbar, warum man SO tiefen Einblick in den Käufer/Verkäufer benötigt, um Supportfälle abarbeiten und Kundenanfragen bedienen zu können. Folgend möchte ich aus einer weiteren Nachricht zitieren, die mir zugestellt wurde:
Mitarbeiter können im Billing Tool die privaten Nachrichten lesen, welche über die Artikelnummer versendet wurden.
D.h. sie geben die Artikelnummer im Tool ein, suchen den Namen des Käufers und sehen alle Nachricht die über das System gingen.Alternativ kann im wichtigsten Tool: Unify, per Query-Suche der Mitgliedsname des Verkäufers und der Mitgliedsname eines beliebigen anderen Mitglieds eingegeben werden. Danach lassen sich alle privaten Nachrichten einsehen.
Ähnlich verhält es sich mit dem Tool Agent Desktop4, was Ihnen wohl auch ein anderer Mitarbeiter erklärt hat.
Im Agent Desktop Tool können die Mitarbeiter auch alle abgegeben Bewertungen für und von einem Mitglied sehen, sowie die kompletten detaillierten Bewertungen.Die Einsicht in letzteren Punkt wird von eBay bzw dem Kundenservice immer verleugnet. D.h. selbst wenn ich sehe, dass ein Mitglied 10 positive Bewertungen mit jeweils 4 niedrigen DSRs bekommen hat, darf ich dies dem Mitglied nicht sagen.
Auch wenn ich weiß, dass dies unter Umständen gewaltige Probleme für das Mitglied bedeuten kann. Einzig eine interne Meldung an andere Mitarbeiter ist möglich, womit das Mitglied aber immer noch keine Namen bekommt.
Es soll z.B. auf keinen Fall auch in internen Tools eine Dokumentation mit Real-Namen von Mitarbeitern versehen werden.
Jedes Case/Fall wird im Unify geöffnet und auch geschlossen. Die komplette Fallbeschreibung erfolgt im Unify. Hat man mit Kollegen gesprochen, wird selbst intern z.B. nur Teammanager DC oder Agent PS verwendet. Aussage hier war, dass Kunden durchaus die Möglichkeit haben ihre Unterlagen anzufordern. Nur frage ich mich hier, wieso aus den Namen der Mitarbeiter so ein Geheimnis gemacht wird?Daher mein Beispiel:
Möchte man z.B. einen Kundenservice-Mitarbeiter zu einer Zeugenaussage zwingen, z.b. ob er detaillierte Bewertungen gesehen hat, muss man erstmal herausfinden mit wem wirklich telefoniert wurde.
Desweiteren wird von einem anderen Mitarbeiter berichtet, dass CCC in bestimmten Abteilungen auch ein “PayPal Admin-Tool” zur Verfügung stellt, welches dem Mitarbeiter den vollen Zugriff auf Zahlungsinformationen und Buchungssysteme ermöglicht. Und dies – wie alle anderen Tools – innerhalb eines externen und eigenständigen Unternehmens. Sollte es tatsächlich dort möglich sein, Buchungen durchzuführen oder zu reklamieren, dann frage ich mich, wieso diese – wirklich sehr sensible – Angelegenheit von einem externen Unternehmen mit – wahrscheinlich noch nicht ausreichend qualifizierten – Mitarbeitern durchgeführt werden muss? Bei einer Bank wären solche Zustände ein riesen Skandal, bei eBay soll dies jedoch in Ordnung sein? Ich kann dies nicht rechtlich bewerten, aber ich bin sicher, dass dies durchaus ein Thema ist, welches Datenschützer zum Nachdenken anregen sollte.
Um nochmal auf die gespeicherten Daten und die Nutzungsbedingungen/Datenschutzerklärungen zurück zu kommen. Bisher hat mir gegenüber jeder Mitarbeiter bzw. jeder Informant, welcher sich als solcher ausgegeben hat, zugestimmt, dass im Callcenter (CCC) eine strenge Regel herrscht die besagt, dass die Anrufer auf keinen Fall darüber informiert werden dürfen, dass Mitarbeiter bei CCC den vollen Zugriff auf eben diese Datensätze haben. Sei es der Zugriff auf private Nachrichten über eBay, Detailinformationen über Bewertungen, sowie Kontoinformationen der Verkäufer oder auch PayPal Zahlungsdetails oder Buchungen. Den Mitarbeitern im Callcenter wird angewiesen, die Anrufer schlichtweg anzulügen. Nun wage ich es zu behaupten, dass genau diese Anweisung – sofern sie wirklich der Wahrheit entspricht – einen groben Verstoß gegen Datenschutzgesetze darstellt. Der Kunde hat in jedem Fall das Recht zu erfahren, welche Unternehmen in welchem Umfang Zugriff auf seine Daten haben. Wenn ein Mitarbeiter nun den vollen Einblick hat, jedoch dem Kunden darüber komplett falsche Informationen zukommen lässt, ist dies in meinen Augen nicht in Ordnung und sollte genauer untersucht werden. Es ist doch rechtlich gesehen die Pflicht des Mitarbeiters, den Kunden auf Nachfrage mit richtigen Informationen über die gespeicherten und zugänglichen Daten zu versorgen, oder etwa nicht? Liebe eBay-Pressesprecherin, ich wäre höchst interessiert an einer Antwort auf diese Frage. Ebenso würde es mich interessieren, wie Sie es bewerten, wenn ihre beauftragten Unternehmen einfach pauschal Realnamen von Mitarbeitern an Dritte versenden, obwohl weder danach gefragt wurde, noch ein höherer Grund dafür vorlag? Da schreibt eine Person anonym (!) in einem Forum einen Beitrag und die Dame bei CCC schickt mir einen – wahrscheinlich – zugehörigen Realnamen eines Mitarbeiters der im Konflikt mit CCC steht. Sorry, aber DAS GEHT GAR NICHT und ich wäre froh, wenn dies rechtliche oder zumindest interne Konsequenzen hat. Denn – wie so schön von Lobschreibern der CCC angepriesen – gibt es doch einen Grund für “Wunsch-Namen”. Was bringt denn ein Pseudonym, wenn man selbst als Außenstehender sogar noch mit Realnamen versorgt wird?
Ich warte übrigens weiterhin auf eine Stellungnahme zur Angelegenheit. Man hat es bisher nicht geschafft, dies zu erledigen. Da frage ich mich aber ganz ehrlich: Wenn doch alle Vorwürfe so harmlos wären und alle Punkte durch Vereinbarungen und Nutzerverträge abgesichert sind, warum bedarf es dann mehrere Tage, um eine Stellungnahme hierzu abzugeben? Muss man da zunächst mehrere Tage die Rechtsabteilung beschäftigen? Ich bin gespannt, ob ich von der “CCC” und/oder eBay noch Antworten erhalte. Vielleicht käme dies auch der “Aufklärung” zugute.
Update 28.01.2013:
Die “Competence Call-Center GmbH” mit Sitz in Berlin, hat mir vor wenigen Stunden eine offizielle Stellungnahme zur Sache übermittelt. Ich habe – wie bereits im Beitrag erwähnt – um eine Stellungnahme gebeten, um dem Unternehmen die Gegendarstellung zu ermöglichen. Die Stellungnahme ist unter diesem Link erreichbar. Was mich persönlich stört ist die Tatsache, dass man auf den Großteil der Vorwürfe – darunter auch die Datenschutz-Problematik – gar nicht eingeht, sondern pauschal an eBay verweist. Von eBay gab es bisher leider keine Reaktion auf meine Anfrage. Ich würde allerdings klare und deutliche Aussagen – gerade in Bezug auf den Datenschutz – von eBay sehr begrüßen. Im Sellerforum haben sich zwischenzeitlich weitere – nach eigenen Angaben – Mitarbeiter der CCC gemeldet und die bisherigen Vorwürfe bestätigt, sowie weitere Informationen mitgeteilt. Natürlich werde ich das Thema weiter beobachten und bei Bedarf ein weiteres Update veröffentlichen.



110 Kommentare
Oliver
25.01.2013 - 08:26 Uhr
Das wäre schon ein ziemlich starkers Stück, vielen Dank für den Beitrag, für die Veröffentlichung. Mal sehen, wie lange der Gegenschlag auf sich warten lässt.
Grüße
Oliver
Veronika
25.01.2013 - 10:04 Uhr
Vielen Dank für diesen ausführlichen und informativen Beitrag. Ich schließe mich in der Erwartung des Gegenschlages Oliver an.
Horstmann
25.01.2013 - 13:55 Uhr
Hallo, als ebay-Händler ist mir glatt die Kinnlade runtergefallen. Sollte das alles so stimmen, dann ist mein restliches Vertrauen in ebay soeben zerstört worden. Da kann man eigentlich nur noch den Shop dicht machen. Würde MIR nicht so weh tun, da ebay nur einer von mehreren Vertriebskanälen ist.
Es sollte allmählich Gesetz werden, dass sich alle Firmen, die in D tätig sind, auch an die hiesigen rechtlichen Regeln halten müssen. Wer sich nicht daran hält – Laden dicht und gut ist es.
Horst
Ralf
25.01.2013 - 17:16 Uhr
Horst, wenn Sie davor Angst haben, kann ich Ihnen nur empfehlen, Ihre Geschäfte dort zu überdenken.
E-Mails sind definitiv nicht das Einzige, das eingesehen werden kann. Sind Sie Verkäufer mit Top-Bewertung?
pitti
01.02.2013 - 17:25 Uhr
Der Meinung bin ich schon lange! Es ist aber nicht nur die Datenfrage, die bei Ebay im Argen liegt. Wie sieht es denn mit der Einhaltung des Wettbewerbsrechtes aus?
Meiner Meinung nach übersieht Ebay eine Menge von Gesetzen, die in Deutschland gelten….
Welche Vertriebskanäle würdest Du empfehlen? Ich möchte gern Ebay den Rücken kehren….
Not Important
25.01.2013 - 16:37 Uhr
danke für den tollen artikel. hab auch schon im ccc gearbeitet. und das erste c für competence sollte definitiv gestrichen werden. war nicht bei ebay. aber die sache mit den führungskräften in den betriebsräten war mir auch aufgefallen. und es wurden nicht die befördert, die gut gearbeitet haben (die sollten mal schön weiter doof arbeiten) sondern die, die cool waren und gut mit den chefs auskamen. es gab bewerbungsrunden für alle. für höhere, bessere positionen aber wer da weiter kam, war meistens vorher schon fast klar. ich bin gegangen, weil ich mehr geld verdienen wollte und vor allem mehr urlaub. alle (damals war es jedenfalls so) bekamen nur einen 30 stunden vertrag. aber alle haben mehr gearbeitet und vor allem mussten mehr arbeiten. aber wegen des 30 stunden vertrages gab es nur 20 tage urlaub. als ich gehen wollte, wurde mir gesagt, ich würde gut arbeiten und soll doch bitte bleiben. was mir vorher nie gesagt wurde. richtiges feedback gab es nie. und wenn dann nur wenn was falsch lief. ich wäre geblieben wenn man mir ein faires gehalt gezahlt hätte. meine forderung nach lächerlichen 1600,- euro brutto war ihnen zu viel. dann arbeiten sie lieber alle zwei monate neue leute ein. das ist billiger. die guten leute, die sich reinhängen und die wichtig wären gehen aber alle aufgrund der arbeitsbedingungen und weges des (nicht) geldes…
das traurigste daran ist, dass es irgendwie funktioniert.
Ralf
25.01.2013 - 17:11 Uhr
Möchte hier niemanden verwirren. Habe selbst in mehreren Call-Centern gearbeitet. Die meisten großen Unternehmen, die Ihre Dienstleistungen outsourcen wissen quasi alles über Ihre Kunden.
Dazu gehört auch Zahlungsverhalten oder eben wie hier, der E-Mail-Verkehr.
Das Mitarbeiter hier E-Mails lesen können ist nicht erschreckend. Erschreckend finde ich eher, wie mit den Leuten umgegangen wird, die im Support arbeiten.
Humorist
25.01.2013 - 18:26 Uhr
Also ich verfolge das Thema und die Kommentare hier, ebenso den Forumsbeitrag eines **EDIT** der den Stein ins Rollen gebracht hat. Ich arbeite fast ein 8 Jahre im CCC ( ja, ich bin froh Arbeit zu haben ) und kann natürlich auch bestätigen, das es Potenzial gibt. Ich kann allerdings solch unreifes Verhalten wie von **EDIT** ( oder nennen wir ihn **EDIT** ? ) nicht nachvollziehen. Ein fauler Mitarbeiter der der Arbeit fern bleibt weil er einen Vertrag nicht länger erfüllen will den er selbst unterschrieben hat. Ein Kollege, der jetzt bockig (?!) Themen auf den Tisch bringt, die hunderte Arbeitsplätze ( vielleicht sind auch glückliche dabei ?! ) in Gefahr bringt. Ein Tip: den Vertrag kündigen, neuen Job ( am besten einen überbezahlten ! ) suchen und erwachsen werden.
Zu den Datenschutzthemen: ich lache mich kaputt.. Wenn der **EDIT** meint, er kenne die detaillierten Verträge und rechtlich abgesicherten Punkte soll er mal.. ebay UND das CCC freuen sich schon jetzt auf den “Schlagabtausch mit ihm..
Weiterhin frohes hetzen ;)
Heiko Frenzel
25.01.2013 - 18:57 Uhr
Lieber Humorist,
ich möchte an der Stelle keine Partei ergreifen. Ich berichte lediglich offen über ein Thema, welches mir als interessant erscheint. Ich möchte jedoch anmerken, dass ich hier keine Beleidigungen und Provokationen dulde und auch die Veröffentlichung von Namen in dem Zusammenhang nicht akzeptiere. Abgesehen davon: Wärst du erwachsen genug, hättest du genug Schneid, um deinen realen Namen für den Kommentar zu nutzen. Dein Chef wäre stolz auf dich!
Zur Angelegenheit selbst: Sollte es tatsächlich Nachweise über die Richtigkeit diverser Aussagen verschiedener Mitarbeiter geben, könnte dies sehr wohl strafrechtlich relevant sein. Und in diesem Fall interessieren selbst Datenschutzvereinbarungen nicht mehr, sofern sie mit dem Gesetz nicht vereinbar sind. Auch der Vorwurf man würde im Callcenter bewusst falsche Informationen herausgeben oder behaupten, keine Möglichkeiten zu haben, offensichtliche Geschäftsschädigungen zu unterbinden oder zu verfolgen, ist durchaus ein Thema das Interesse bei den Behörden wecken könnte. Es gibt in der Regel keine absolut wasserdichten Verträge oder Bestimmungen. Das Gesetz steht – soweit mein Wissen reicht – grundsätzlich darüber. Sollte es auch tatsächlich der Fall sein, dass Mitarbeiter angewiesen werden, den Kunden zu erzählen es gäbe keinen Zugriff auf private Nachrichten oder Zahlungsvorgänge, wäre dies sogar mit den passenden Datenschutzerklärungen nicht in Ordnung, da der Betroffene schlichtweg um die Verwendung und Einsicht seiner persönlichen und geschäftlichen Daten belogen/getäuscht wäre. Auf die Frage hin, ob denn Einsicht in Daten bestehe, müsste der Mitarbeiter ehrliche Auskunft darüber geben.
Lektüre für den Abend: Bundesdatenschutzgesetz § 34 Auskunft an den Betroffenen http://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_1990/__34.html
Humorist
25.01.2013 - 19:08 Uhr
Thema echter Name: als außenstehender ist deine Reaktion zu 100% nachvollziehbar, für jemanden dessen Job nun eventuell auf der “Kante” steht vielleicht nachvollziehbar. Das hat mit Schneid nichts zu tun, verstehst du sicherlich aber nicht..
( Der Kollege hat seinen Namen selber im Forum Kund getan ( wahrscheinlich eher unfreiwillig), daher war es eher ein Zitat )
Wie gesagt nehme ich zu den Datenschutzthemen keine feste Position ein, ich kann nur aus dem Unternehmen sprechen welches hier und auch in verschiedenen Foren “beschrieben” wird. Welches Unternehmen welchen Fehler gemacht hat wird nicht auf einer Website oder in einem Forum entschieden sondern hoffentlich vor einem Gericht mit entsprechendem Ausgang. Nur soviel: Ich habe seit so vielen Jahren mit Menschen zu tun, die das CCC und die Verhältnisse dort in ein Licht rücken, ohne den Zusammenhang zu kennen oder Vergleiche mit anderen Firmen gezogen zu haben. Der Urheber dieses “Eklats” ist mir wohl bekannt, ist kein dummer Mensch und denkt offenbar er bewege hier etwas großes. Ich möchte nur alle WWW-Menschen ein wenig darüber aufklären, sich nach einer klaren Aussage ( die korrekter Weise einige Misstände offenbart, sofern sie bestätigt werden ) sofort gegen alles und jeden hetzen.. So auch gegen einen aufgebrachten Kollegen wie mich
Ich werde mich weiterhin mitteilen, wenn auch weniger eskalierend. Danke für´s beruhigen!
tsujoshi
30.01.2013 - 15:22 Uhr
auch ich bin Mitarbeiter im CCC und ehrlich gesagt, bin ich sehr glücklich diesen Job zu haben…nun hoffe ich, dass dies jetzt keine großen auswirkungen auf das Verhältnis eBay/CCC hat.brauch diesne JOB!!!
zu den restlichen Thema möchte ich mich nicht äußern, da ich wie schon vom Vorredner geschrieben, keine Ahnung habe welche Verträge zwischen den beiden steht.
SelbstBedienung
27.01.2013 - 04:44 Uhr
Gefährliche Halb-Infos werden gestreut … und jeder, der es für wichtig genug hält, will von der Wurst abbeißen … wirklich toll gemacht von einem scheinbar ehem. MA, der bereits zu Zeiten, des “Friedens” mit dem CCC auf dem Raucherbalkon gewisse Äußerungen nicht für sich behalten konnte. Eine Schande, wenn man bedenkt, dass er fast selbst eine Führungsposition inne hatte. Das riecht doch sehr nach verletzter Eitelkeit und im Gros ist das fast so unterhaltsam wie “Stille Post”.
Unbequem
27.01.2013 - 10:10 Uhr
Da mir bewusst war, dass zuerst versucht wird meine Glaubwürdigkeit zu untergraben, habe ich mir ausreichend bisher nicht genannte Punkte aufgehoben.
Von daher wäre es super und vll auch klüger, die MS Niveau nicht zum sinken zu bringen.
SelbstBedienung
27.01.2013 - 13:58 Uhr
Da muss ich doch jetzt mal ganz blöd nachfragen, was ist “die MS Niveau”? Heißt es nicht “das Niveau”? Ud was bedeutet “MS”?
… und sollte ich nun Gefahr laufen, vorgeladen zu werden; aber es wird mir ein Vergnügen sein, gewisse Punkte unter Eid zu widerlegen. Denn was ich mich an dieser Stelle auch frage, ist wie “Unbequem” über Monate hinweg servicieren konnte, sich auf eine höhere Position bewerben konnte, obwohl er derartig unzufrieden mit dem Unternehmen und dessen Politik war. Wie viel Glaubwürdigkeit steckt in diesen Taten (und vor allem Fakten)?
Unbequem
27.01.2013 - 14:30 Uhr
Ein sehr schönes Beispiel, dass eben auch wirklich jeder eine Chance bekommt.
Ich danke Dir für den Beitrag.
lupinho
27.01.2013 - 16:46 Uhr
Gott sei Dank gibt s Mitarbeiter, die auf solche Nissstände hinweisen. Normalerweise wäre es Sache von CCC, diese abzustellen. Datenschutz ist keine Spaßveranstaltung, Verstöße dagegen sins strafrechtlich sanktioniert. Andersrum: Wenn man den Brief von CCC an den Mitarbeiter liest, kriegt man eine gute Vorstellung, was für Verhältnisse in dem Laden herrschen. Und “wieviel” Ahnun die Verfasser vom deutschen Recht, besonders Arbeitsrecht haben. Ob sich CCC bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung freut, weil die unwirksamen Klauseln aus den Arbeitsverträgen zerlegt werden, ist fraglich.
EX CCC
09.02.2013 - 11:59 Uhr
Anscheinend genau die Art von Mitarbeitern, die zu 100 % im second Level oder noch höher arbeiten… Ich habe diese unmenschliche Art, mit Angestellten umzugehen, selbst ein Jahr mitgemacht. Doch leider ist mir diese Ellenbogengesellschaft schon am ersten Arbeitstag, auf die Ketten gegangen. Und dann sollte man sich mal das Personal anschauen… Ich habe mich gleich von Anfang an, wie im Club der gescheiterten Existenzen gefühlt. Nichts desto trotz haben auch solche Call Center wie das CCC ihre Daseinsberechtigung, denn sie senken zumindest für die Dauer der meist befristeten Verträge die Arbeitslosenquote, was beim deutschen Staat immer gut ankommt…
Unbequem
25.01.2013 - 19:24 Uhr
Lieber Herr / Frau Humorist,
mich als faulen Mitarbeiter zu bezeichnen ist wohl wirklich lächerlich. Ich habe die geforderte CpH von 3,8 Fällen pro Stunden mit teilweise weit über 5 Cases pro Stunde locker erfüllt.
Hier von Arbeitsplatzverlusten zu reden ist doch wirklich weit daneben. Sie würden also für den Erhalt Ihres Arbeitsplatzes Ordungswidrigkeiten oder eventuell auch Strafstaten begehen? Dann unterbreite ich schonmal den Vorschlag einer gemütlichen Doppelzelle mit ihrem Arbeitgeber.
Andre Müller
25.01.2013 - 21:30 Uhr
Krasse Sache, befürchte nur – so läuft das (fast ) überall
Das mit den Pseudonymen habe ich schon vor einigen Jahren über eBay gelesen, ist also keine echte Überraschung mehr. Und der Rest – so schlimm es sein mag – ist auch keine echte Überraschung.
not competence
25.01.2013 - 21:51 Uhr
Ich bin selbst auch eine mitarbeiterin im ccc für ebay und kann dem user unbequem nur 100% zustimmen. Ich habe gott sei dank ab nächstem monat einen neuen job und bin dann aus diesem stall raus… so wenig urlaubstage so wenig gehalt für so eine arbeit und das ständige abwimmeln der kunden durch fadenscheinige gründe sowie die datenschutzverstöße war für mich nicht mehr tragbar….. respekt dass, das endlich mal an die öffentlichkeit kommt!
CCC-Mitarbeiter
25.01.2013 - 22:55 Uhr
Hallo zusammen,
@unbequemer……das ist ein Riesen ding was du hier gerissen hast…..und ja es geht hier mit deiner Nummer weit über 300 Mitarbeiter…eBay wird sich Gedanken machen..und das mit Sicherheit…einen anderen Dienstleister zu finden….
Dann werden diese eben genannten Mitarbeiter ihre Jobs los…..und auch da hängen existenzen dran…. Du kannst dir gern ausmalen was dann noch auf dich zukommt….gerichtlich…..du scheinst das ganze nicht zu Ende gedacht zu haben….
Ich habe für sowas keinerlei Verständnis
Oliver
28.01.2013 - 09:01 Uhr
… solche Leute wie Sie kann ich leiden. Ihr belügt ihr systematisch die Leute (anscheinend) und beschwert Euch jetzt noch. Dieses Rechtsverständnis ist sensationell.
Antworter
29.01.2013 - 12:18 Uhr
Jaja, die Arbeitsplätze. Wieviele Arbeitsplätze und Existenzen alleine daran scheitern, daß Drogendealer eingebuchtet und Einbrecher und Handtaschenräuber weggesperrt werden. Das ist wirklich nicht in Ordnung!
Freiheit für alle Straftäter, die damit teilweise oder ganz ihren Lebensunterhalt finanzieren! Denkt an die abertausenden Arbeitsplätze!
icke
24.02.2013 - 14:40 Uhr
ROTFL
Jau! Genau so isses!
Treffer … versenkt!
auch Mitarbeiter
08.02.2013 - 19:45 Uhr
Warum sollte sich ebay ein neues Callcenter suchen?? Im CCC gibt es doch gegenwärtig genug dumme die für nen Hungerlohn, wenig Urlaub, stellenweise inkomteneten Führungskräften und einfach nur schlechten Bedingungen weiter machen!! Scheiß auf den Datenschutz, hauptsache Geld gespart und den Gewinn bzw. das eigene Managergehalt schön aufgebessert. Das haben die mit den Bonzen vom CCC gemein. Wichtig ist nur, dass sich immer wieder ein paar Dumme dort bewerben und anfangen. Wie lang sie durchhalten ist egal.
CCC-Angestellter
18.02.2013 - 15:17 Uhr
Sicher hängen Existenzen daran, mein lieber CCC-Mitarbeiter. Und sicher kann es passieren, dass einige über Bord gehen. Aber als Argument kann und darf man dies nicht gelten lassen. Wo kommen wir hin bzw. wo sind wir denn bereits, wenn man als Mitarbeiter ängstlich und devot sein muss, wenn der Arbeitgeber seine Angestellten nach Strich und Faden moralisch betrügen darf. Hier muss ein Exempel für die Zukunft stattfinden, welches andere CallCenter, andere Auftraggeber wachrüttelt. Ich halte von Auslagerung ohnehin nichts. Wenn man fest direkt bei einem Unternehmen arbeitet, die Bedingungen korrekt und die Bezahlung in Ordnung wäre, so würden alle, der Arbeitgeber, der Mitarbeiter und der Kunde letztlich davon profitieren.
Es ist traurig, dass die meisten Menschen nicht die Eier haben, sich gewissen Arbeitsbedingungen nich unterzuordnen. Es ist ja auch schwierig, da wir in einem Land leben in dem Wirtschaft nicht mit einem gesunden Kreislauf funktioniert, sondern der kurzfristige “Mostprofit”-Gedanke der einzig richtige zu sein scheint.
Wenn jetzt ein paar Mitarbeiter über die Klinge springen, so dient es aber für die Zukunft den nächsten Mitarbeitern.
Warum eigentlich kam noch nie einer auf die Idee zu streiken.
Ich arbeite in Leipzig, hier gibt es einige andere größere CallCenter. Ich werde versuchen, viele, viele zu mobilisieren.
Schlimm beim CCC, zumindest in Leipzig ist, dass Mitarbeiter, welcher beeinflussbarer als andere scheinen, als sogenannte Ansprechpartner eingesetzt werden. Opium fürs Volk. Denn um Kompetenz und Wissen geht es bei der Maßnahme nicht. Auch die so genannten Teamleiter widersprechen sich gegenseitig in ihrer Arbeitsanweisung und mobben und dissen andere Mitabrebeiter (ich unterstelle mal, dass dies ohne tiefere Absicht geschieht, denn 8 von zehn “Führungspersonen” erfüllen sicher nicht den Grad an Kompetenz der notwendig wäre um eine solche Position zu bekleiden, einer ist schlich auf sich selbst fixiert und ein anderer wiederum einfach nett und naiv).
Weiterhin betrügt das CCC seine Mitarbeiter nach Strich und Faden. Ich für meinen Teil habe (aktuell noch dort beschäftigt) diese Fälle dokumentiert und werde die arbeitsrechtlich verwenden und (rechtlich abgesichert) öffentlich machen.
Ich danke Unbequem für seinen Mut, der aber selbstverständlich sein sollte. Leider sind wir alle dermaßen verängstigt, arbeitslos zu sein, dass wir selbst für das größte kriminelle Arschloch arbeiten würden. Ich nicht mehr.
Ralf
25.01.2013 - 23:24 Uhr
Ich verfolge die Einträge und auch den spannenden Bericht. Ich bin über die Art und Weise wie der Forumsbeitrag von “Unbequem” geschrieben ist, nicht allzu glücklich.
Schnell könnten ehemalige Vorgesetzte (nicht wahr, Herr Humorist) dazu neigen, das Ganze als Rachefeldzug zu deklarieren oder die Leistung des ehemaligen Mitarbeiters herabzusetzen.
Ich war Mitarbeiter des CCC und ja, die Aussagen über das CCC kann ich unterstreichen, obwohl ich zu denen gehört habe, die gute Kontakte im CCC haben/hatten und dadurch eben auch zu mehr Verantwortung im Unternehmen gelangt bin.
Ich hab keinen Hass auf das CCC, im Gegenteil. EIne Firma, die Probleme als Herausforderungen sieht und selbst Mitarbeiter in ihren E-Mails mit Empathie begegnet.
Man könnte aber auch sagen, geschilderte Probleme werden zu Tode gespiegelt. Spiegelung nennen sie es dort, wenn ein Problem vom Empfänger mit anderen Worten wiederholt wird, um dem Sender zu signalisieren “Ich habe dich verstanden”.
Besser könnte man sagen: Probleme werden abgebügelt und unbequeme Mitarbeiter entfernt. Mittlerweile allerdings lieber per Aufhebungsvertrag. Das ist unkomplizierter, als den Mitarbeiter zu entlassen.
Herr oder Frau Humorist – ich bin sicher Sie sind selbst einer der führenden Köpfe im CCC, vermutlich im eBay-Projekt: Die meisten Mitarbeiter machen diesen Job nicht aus Freude, oder weil das CCC ein toller Arbeitgeber ist.
Aber wie ich feststellen konnte, gibt es ja viele andere tolle Unternehmen.
Aber es geht ja eigentlich um eBay und die Verstöße gegen den Datenschutz.
Und hier muss ich eines klarstellen: Ich kann aus meiner früheren Tätigkeit im Projekt eBay TCC (Top Customer Care) mit Gewissheit sagen, dass hier erhebliche Verstöße gegen die Vorschriften des Datenschutz passieren.
Dazu kommt noch, dass Mitarbeiter im Kundenservice Zugriff auf die Erfolgsdaten haben. Die sogenannten Detaillierten Verkäuferbewertungen.
Diese entscheiden immer häufiger, ob der Service-Status eines Verkäufers noch dem Verkäufer-Standard auf eBay entspricht.
Verkäufer beklagen sich immer wieder, dass durch das Absinken Ihres Service-Status Umsätze einbrechen. Unterstützung gibt es nur, falls das System von eBay der Meinung ist, eine Bewertung sei zufällig zu Unrecht abgegeben worden.
Obwohl der Kundenbetreuer genau sieht, welcher Käufer hier offenbar absichtlich und hinterrücks falsch bewertet hat.
Das heißt, obwohl eBay in der Lage ist, Verkäufer aktiv zu schützen und sofort gegen ein Mitglied vorzugehen, wird dem Verkäufer vorgegaukelt, man könne nichts für ihn tun.
Dem bewertenden Käufer wird jedoch eingeredet, er könne anonym bewerten. Das ist schlicht falsch. Die Daten sind für eBay offen zugänglich und einsehbar.
Der Verifizierungsprozess ist bedenklich. Ebenso ist es ungünstig, dass den Mitgliedern vorgemacht wird, Ihr Nachrichtenverkehr sei anonym und für eBay nicht einsehbar.
Ich denke, man muss hier die Gesamtheit aller Prozesse sehen, mit denen eBay versucht sich seine ganz eigene Welt zu schaffen. In der man regiert, wie es eben passt.
Andererseits ist es auch einfach, einen Outsourcing-Partner mit dem Kundenservice zu beauftragen. Werden Datenschutzverstöße bekannt, kann eBay die Schuld von sich schieben und sagen.”Die waren’s.”
eBay und das CCC haben sich gesucht und gefunden. Zwei Unternehmen, die Ihre eigene Welt schaffen und sich um Datenschutz, Arbeitsschutz und viele andere Dinge, einen feuchten Kehricht kümmern.
Unbequem
26.01.2013 - 05:32 Uhr
Es ist nicht meine Absicht Arbeitsplätze zu gefährden. Dass dieses Risiko durchaus besteht, ist mir aber bewusst.
Doch wie soll das laufen? Bei weit über 3 Monaten Vorlaufzeit, d.h. Schulungen, Praxis bekommen usw, sind eBay und das CCC sehr aneinander gebunden.
Es ist auch eine recht erfolgreiche Geschäftsbeziehung und das CCC scheint sich alle Mühe zu geben, die Vorgaben des Auftraggebers zu erfüllen.
Die von mir angesprochenen Punkte lassen sich sehr schnell beheben!
Das hätte eBay auch mit jedem anderen Callcenter passieren können, daher gibt es überhaupt keinen Grund sich vom CCC zu trennen.
Ich frage mich eher wielange man mit dieser “Augen zu und durch” Firmenpolitik solange trockenen Fusses bleiben konnte.
J.D.
26.01.2013 - 09:53 Uhr
Ich möchte mich ebenfalls für diesen Beitrag bedanken, vor allem, dass ich mir jetzt wohl einen neuen Job suchen darf.
Ich bedanke mich für das unreife Verhalten eines bockigen, ehemaligen Mitarbeiters.
Weil dieser, seiner Meinung nach, zu lange für ein Führungszeugnis warten musste, gefährdet dieser 300 Arbeitsplätze.
Wenn man unentschuldigt fehlt, kann man schon eine Abmahnung erhalten. Dann so bockig zu reagieren, ist schon der Hammer.
Wie kann ich mich über einen Stundenlohn aufregen, welchen ich zu Beginn selber unterschrieben habe?
Das selbe gilt für den Punkt mit den Urlaubstagen.
Auch kann ich nicht feststellen, dass gute Arbeiter nicht beachtet werden. Ich habe persönlich 2 mal das Gegenteil festgestellt und bin nicht Kzmpel bei den Chefs. Bei Deiner Aussage hört man eher Neid heraus.
Wenn mir die Personen im Betriebsrat nicht gefallen haben, warum hast Di Dich nicht selber für den Betriebsrat aufstellen lassen?
Auch ist es interessant, wie hier der Dazenschutz angeprangert wird. Wenn man nur die Hälfte erzählt, findet man immer Mitläufer.
Warum erhalten die Mitglieder, bevor Sie anrufen, einen PIN-Code genannt, auf der eigenen Seite, gesichert durchs Login? Warum wird die Rufnummer erkannt und dem Mitgliedskonto zugeordnet?
Die Abfrage weiterer Daten ist dann eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme.
Auch sonst wird der Datenschutz hoch geschrieben. Es sind keine Schreibunterlagen, Handy oder sonstige elektr. Geräte am Arbeitsplatz erlaubt. Somit bleiben die Daten vor Ort.
Ich finde es auch sehr interessant, dass sich hier viele ehemalige Mitarbeiter melden und ebenfalls draufhauen wollen. Soviel zum Thema frustierte Nachrede.
HansMuster
29.01.2013 - 00:23 Uhr
Die Frage nach dem “warum” man sich nicht selber zur Wahl aufstellt ist ein offenes Geheimnis im CCC – jedoch möchte ich hier nicht weiter drauf eingehen, wie wahrscheinlich nachvollzehbar ist, auch wenn cih selber nicht im Projekt eBay beschäftigt bin. Fakt ist jedoch, und da muss ich Dir recht geben: Umstände kritisieren, über welche man von vornherein im klaren war, ist – nun, ich will es mal unprofessionell nennen. Und doch werden einge Punkte hier beim durchlesen der verschiedenen Kommentare von ehemaligen und aktiven Mitarbeitern des CCC ganz deutlich – ohne Vitamin B bleibt man der Depp in der untersten Gehaltsriege – da macht es auch keine Unterschiede, in welchem Projekt man tätig ist.
Ob es einem nun gefällt, dass diese Veröffentlichung von Interna geschehen ist oder nicht, ist einerlei, ich denke, es lässt sich generell folgendes sagen: Niemand wird gezwungen, zu bleiben, jeder hat die Möglichkeit, sich einen anderen Arbeitsplatz zu suchen und es gibt sicherlich einige, die nicht nur wegen des Geldes zur Arbeit erscheinen sondern vielmehr wegen des sozialen Umfelds. Ich persönlich kenne jemanden, der das CCC verlassen muss und gerne geblieben wäre – trotz gewisser Widrigkeiten – und das trotz Festvertrag – man kommt also nicht umhin, einige Entscheidungen kritisch zu beäugen.
malnachgedacht
26.01.2013 - 11:46 Uhr
Wie funktioniert denn ausgelagerter Kundenservice, wenn das Callcenter keinen Zugriff auf wichtige Daten hat?
indeed
27.01.2013 - 14:02 Uhr
Eben, deswegen sehe ich hier eigentlich auch absolut kein Datenschutzproblem.
Ich hab grad nochmal nachgelesen. Diese Datenschutzerklärung hat jeder eBay-Nutzer bei seiner Anmeldung akzeptiert, eindeutiger geht es fast nicht:
“Wir können Ihre personenbezogenen Daten außerdem weitergeben an:
[...]
Beauftragte Dienstleister, die uns bei der Erbringung unserer Dienstleistungen und unserem Geschäftsbetrieb unterstützen (beispielweise bei der Untersuchung von Betrugsfällen, Rechnungsinkasso, Partner- und Prämienprogrammen und Kundenservice).
Unbequem
27.01.2013 - 14:34 Uhr
Dann frage ich mich, wieso mir mit Kosten von 50.000 Euro und mehr gedroht wird?
Wenn doch alles i.O. ist. fällt es unter Meinungsfreiheit.
Ist es eben aber nicht, deswegen droht man mir und hat versucht mich zum schweigen zu bringen.
Betti Braun
27.01.2013 - 17:25 Uhr
… dir wird nicht mit Kosten gedroht, sondern du wirst darüber in Kenntnis gesetzt, was dein Tun für Rechtsfolgen hat. Deine Äußerungen haben nichts mit Meinungsfreiheit zu tun. Du prangerst ein Unternehmen in der Öffentlichkeit an. Das hat definitiv zur Folge, dass auch Unwahrheiten, Halbwahrheiten und Spekulationen gestreut werden. Du legst damit Feuer, welches das Unternehmen und seinen Ruf stark schädigen kann. Aus diesem Grund hast du mit Geldstrafe zu rechnen. Mir kommen deine Aussagen, mit Verlaub, relativ naiv vor. Glaubst du wirklich, dass in den oberen Etagen irgendwelche Stümper sitzen, die sich nicht darum gekümmert hätten, ob auch alles rechtlich abgesichert ist???
SenfTube
26.01.2013 - 14:03 Uhr
Ich denke nicht, dass man von den Kundenservice-Mitarbeitern verlangen kann, diese Arbeit unter ihrem richtigen Namen zu verrichten.
Zu groß ist doch die Wahrscheinlichkeit, dass ein unzufriedener Seller den Namen samt Gesprächsinhalt ins Netz stellt, so dass dieser auf ewig via Google&Co zu finden sei.
Die Decknamen bedeuten eher ein plus an Sicherheit, da dadurch auch verhindert wird, dass eBayer privaten Druck auf den Mitarbeiter ausüben können. Es gibt ja nicht nur gute Menschen auf der Welt.
Schwieriger wirds vielleicht mit der Verifizierung am Telefon… aber irgendwelche Daten MÜSSEN ja abgefragt werden. Eine Verifizierung durch einen per Postweg eingeschickten Fingerabdruck fällt jedenfalls aus offensichtlichen Gründen aus…
Eher problematisch scheint der Umstand, dass die (teilweise Existenzrelevanten) Anliegen der Händler offenbar in Massenabfertigung für Niedriglohn bearbeitet werden…
indeed
27.01.2013 - 14:06 Uhr
Jap, wenn man seinen eigenen Alias bei Google eingibt, kommen etliche Ergebnisse, von sachlichen Auseinandersetzungen in Foren bis zu übelsten Diffamierungs-Kampagnen. Oder, wie es mir mal passiert ist, es werden die E-Mails vom Kundenservice mit einer beleidigenden Artikelbeschreibung wieder als Angebot bei eBay reingestellt. Als kläglichen Versuch um eine Löschung des Angebots zu verhindern, wollte der Verkäufer einen Ausdruck davon verkaufen, auch wenns ihm nur um die Beleidigung in der Artikelbeschreibung ging.
hobby
26.01.2013 - 14:20 Uhr
Warum wundert mich das nicht? Vielleicht weil ich ähnliche Erfahrungen bezüglich Datenschutz mit Ebay direkt in 2007 erlebt habe. Alle Rückfragen drehten sich im Kreise bis zur Sperrung meines Account. Seltsamerweise wurde mir dann von der Ebay Anwältin trotzdem sie angeblich im Recht waren ein Vergleich angeboten, den ich angenommen habe, um dem ellenlangen Zirkus (wegen fast nichts) ein Ende zu bereiten. Würde ich die Einlogdaten meines Ehemannes eingeben, würde mein Account entsperrt. Ich fand es so absurd, dass ich bis heute auf die Entsperrung verzichtet habe.
Ich kann nur raten, haltet durch, Ebay blufft viel und bekommt vor Gericht noch lange nicht Recht.
BC
26.01.2013 - 16:03 Uhr
Die Stimmung ist hier offenbar ein wenig übergekocht. Ich kann verstehen, wenn sich einige Sorgen um den Schutz Ihrer Daten machen.
Die Frage die sich stellt ist doch: Hat jeder Mitarbeiter grundsätzlich Einblick in alle Mitgliedskonten? Oder kann der Kundenbetreuer nur Informationen bekommen, die zu einem bestimmten Handel gehören?
Wenn nämlich Kundenbetreuer XY in die Mitgliedskonten von Verwandten und Freunden oder eben auch in die Konten von Leuten hat, die er nicht mag, erhält er ja Informationen, die ihn an sich nichts angehen. Er könnte also nachsehen, was gekauft wird, wie das Zahlungsverhalten ist, wie hoch die Umsätze sind.
Das dürfte aber den Mitarbeiter nur dann etwas angehen, wenn er per Kundenanfrage dazu befragt wird.
Wie verhält es sich da? Wie geht eBay damit um?
Was diesen Arbeitgeber CCC angeht: Zunächst wird glaube ich in der Callcenter-Branche generell nicht gut bezahlt.
Was mich allerdings sehr wundert ist, warum sich die Mitarbeiter über Ihr Gehalt oder über die wenigen Urlaubstage beklagen. Die stehen ja sicherlich im Arbeitsvertrag.
Bevor man einen solchen Vertrag unterschreibt, weiß man doch, zu welchem Lohn man arbeitet oder ob der Urlaub ausreichend ist.
Da muss ich dann doch mal fragen, ob es sich hier um Erwachsene handelt, die sich über den Inhalt eines selbst unterschriebenen Vertrages handelt.
Auch eine Passage, dass man nur befördert wird, wenn man zu einem besonderen Zirkel von Mitarbeitern gehört, wirft die Frage auf, ob man nicht selbst gerne zu diesem Zirkel gehören würde.
Jeder Mensch, der sich schon intern auf Stellen beworben hat, konnte schon mal die Erfahrung machen, dass ihm ein anderer Bewerber vorgezogen wurde. Das kann an Beziehungen liegen, oder an Sympathiewerten.
Auch wenn das eine Phrase ist: Beziehungen schaden nur dem, der sie nicht hat.
Datenschutzverstöße anprangern ist wichtig, gerade in einer Zeit wo Menschen transparenter werden.
Die Verantwortung für eigenes Handeln dann abzugeben und anderen vorzuwerfen, wie sehr sie einen ausbeuten, halte ich für falsch.
Jeder kann, wenn er mit Bedingungen nicht einverstanden ist, den Job wechseln.
Und man sollte deshalb bei dieser ganzen Diskussion um den Datenschutz die Arbeitsbedingungen in Call-Centern außen vor lassen.
Ich habe Respekt davor, dass Datenschutzverstöße angeprangert werden.
Die arbeitsvertraglichen Sachen gehören in diese Diskussion nicht hinein und sind in meinen Augen auch unsachlich und nicht hilfreich.
Man darf nicht vergessen, dass durch solcherlei Debatten tatsächlich viele Arbeitsplätze gefährdet werden.
Das betrifft dann auch Mitarbeiter, die mit Ihrem Job vielen Kunden weitergeholfen haben und diesen Job eben auch brauchen.
Leichtfertig den Job anderer Menschen zu gefährden ist meines Erachtens grober Unfug.
indeed
27.01.2013 - 15:16 Uhr
Jeder Mitarbeiter hatte grundsätzlich Einsicht in jedes Mitgliedskonto. Allerdings wurde aufgezeichnet, welche Mitgliedskonten aufgerufen wurden, sodass bei Bedarf eingeschritten werden konnte.
Oder man hat schon präventiv eingegriffen: Der Mann einer Kollegin war Powerseller und wäre von ihrem Team betreut worden, man hat ihr jedoch von vornherein klar gemacht dass der Arbeitgeber nicht doof ist und das erstens auf Anhieb gesehen hat und sie zweitens gar nicht versuchen braucht, an seinem Konto etwas zu manipulieren, auch das sieht man.
Um mal einen weiteren Kritikpunkt in die Runde zu werfen: Alles wurde überwacht, was der Mitarbeiter tat. Screen-Monitoring nannte es sich glaub ich, dass teilweise aufgezeichnet wurde, was der Mitarbeiter auf dem Monitor hatte. Und die Gespräche wurden auch teilweise mitgeschnitten. Und mehr macht ein Mitarbeiter nicht, als am Computer zu sitzen und zu telefonieren.
Übrigens ein weiteres Argument dagegen, dass Mitarbeiter die Accounts ihrer Verwanten durchstöbert haben: Man hat dafür schlicht und einfach keine Zeit. Die Vorgaben für die zu erledigenden Fälle waren ziemlich streng, sodass es sich einfach niemand leisten konnte, seine Zeit so zu vertrödeln.
SelbstBedienung
28.01.2013 - 10:16 Uhr
indeed, das ist nicht korrekt, denn zwischen den verschiedenen Abteilungen gibt es unterschiedliche Zugriffsrechte. Was nach meiner Ansicht auch völlig legitim ist. Hier alle über eine Kamm zu scheren ist doch sehr gewagt. Und Pascal Schuster kann in seinem Fall nur von seiner (ehem.) Abteilung reden.
indeed
26.01.2013 - 19:59 Uhr
Hallo,
auch ich will mich hier mal als CCC-Ehemaliger (weder Teamleiter, noch irgendwas Höheres, ganz normales Fußvolk) zu Wort melden.
Prinzipiell ist an dem Artikel bzw. den dahinterstehenden Beiträgen viel Wahres dran. Mir stößt es allerdings sehr sauer auf, dass das Ganze von einem unzufriedenen Mitarbeiter veröffentlicht wurde, der gerade im Streit mit dem Unternehmen auseinander gegangen ist.
Ich habe das CCC als eine tolle Firma kennen gelernt mit super netten Kollegen und Vorgesetzten. Man duzt sich, es gibt jederzeit kostenloses Obst und kostenlose Getränke. Das Büro in der Stralauer Allee ist hell, groß und hat eine angenehme Atmosphäre.
Natürlich ist der Lohn nicht der eines Akademikers, allerdings wird im CCC jedem eine Chance gegeben, egal ob man keine Ausbildung hat, sich umorientieren möchte oder nur einen Aushilfsjob sucht. Ich bin übrigens über eine Zeitarbeitsfirma dort hin gelangt, die sich sehr vorbildlich um mich gekümmert hat und auch ordentlich bezahlt hat. Jeder Zeitarbeitnehmer wird (wenn er sich nicht absolut daneben benimmt) nach 3 Monaten fest übernommen. Es gibt zwar immer nur befristete 1- oder 2-Jahres-Verträge, bei vernünftiger Arbeit ist die Übernahme allerdings sicher und nach einiger Zeit wird man dann auch in ein befristetes Arbeitsverhältnis übernommen.
Die Sicherheitsvorschriften im CCC habe ich immer als äußerst hoch empfunden. Man arbeitet dort in einem Sicherheitsbereich, in dem man jederzeit entsprechende ID-Karten trägt und der durch einen Fingerabdruck-Scanner gesichert ist. Handys sind dort zum Beispiel auch nicht erlaubt und man achtet auch relativ streng auf diese Vorkehrungen.
Durch die 2 CCC-Standorte wird beispielsweise auch bei Bombenfunden an der Oberbaumbrücke oder Stomausfällen in der Stralauer Allee sichergestellt, dass der Kundenservice weiterhin funktioniert. Die Mitarbeiter wurden dann teilweise mit Taxis zu enormen Kosten an den anderen Standort in die Greifswalder Straße gefahren. eBay mit seinem einen Standort in Dreilinden könnte das nicht bieten.
Ja, man arbeitet unter einem Alias-Namen, was in den meisten Callcentern üblich ist. Jedoch wird der im CCC fest zugewiesen (die Anfangsbuchstaben sind übrigens immer gleich, E rika M ustermann = z.B. E milia M eier) und nicht wie in unseriösen Callcentern von den Mitarbeitern beliebig gewählt und nach Lust und Laune gewechselt.
By the way: Zalando, Coca-Cola, FedEx und viele andere Firmen werden auch vom CCC versorgt.
Ja, man kann die Nachrichten der Mitglieder lesen. Allerdings auch nur, wenn diese direkt über eBay geschrieben werden und nicht, wenn diese über E-Mails laufen (man bekommt ja die Nachrichten auch als E-Mail von nem eBay-Absender und kann dann darüber antworten, dann kann es nicht eingesehen werden).
Etwas kritisch sollten sich vielleicht auch mal die Mitglieder selbst betrachten. Denn oft konnte man durch die PMs der Mitglieder sehen, dass sie einen angelogen haben bis sich die Balken biegen. Ohne diese Einsicht in die Nachrichten wäre eine faire Bearbeitung wohl unmöglich.
Fakt ist auch, dass das CCC hundert mal besser ist als Sitel in Polen, dahin hatte eBay nämlich auch mal Teile ausgelagert, das Experiment wurde aber soweit ich weiß beendet.
Die Betreuung der besten Kunden (Powerseller Gold, Silber etc.) erfolgt auch weiterhin direkt durch eBay sowie andere kritische Belange (Legal, Office of the President usw.).
Die Kritik von Unbequem an der Authentifizierung mag berechtigt sein, allerdings ist mir in der gesamten Zeit kein einziger Fall von derartigem Betrug bekannt geworden. In der Regel erfolgte diese soweit ich mich erinnere auch erst, wenn der Anruf von der im Konto hinterlegten Telefonnummer kam. Dass gar nicht auf seine Kritik reagiert wurde, kann man auch nicht sagen, denn immerhin ist heutzutage auch die Authentifizierung über die PIN im Hilfebereich sehr weit verbreitet, die es noch nicht so lange gibt.
Einblick in PayPal-Vorgänge hatten allerdings nur sehr sehr wenige CCC-Mitarbeiter, größtenteils wurde das weiterhin von PayPal direkt bearbeitet abgesehen von einigen Vorgängen wie dem eBP-Programm (Käuferschutz). Und man sollte auch hier mal die andere Seite betrachten: Leute bezahlen mit oder an irgendwelche anderen PayPal-Accounts als im System hinterlegt sind und rufen dann bei eBay an und beschweren sich, dass die Zahlung nicht angekommen ist. Wenn es jetzt niemanden geben würde, der die Zahlungen zuordnet wäre das ein enormer Aufschrei.
Die Fehler die teilweise über längere Zeit bestanden stammten oft vom amerikanischen Trial-and-Error-Prinzip. Wir schalten das mal frei, mal sehen was passiert. So wie diese Überweisungscodes die nur dem Käufer angezeigt wurden, dem Verkäufer aber nicht. Die hatten dann Zahlungen mit kryptischem Verwendungszweck und konnten sie nicht zuordnen. Die Idee war gut, so konnte man großen Verkäufern die automatische Zuordnung erleichtern, die Umsetzung mangelhaft. Das hat übrigens auch den deutschen eBay-Chefs Bauchschmerzen bereitet.
Bewertungen, ein leidiges Thema. Viele Verkäufer hätten es zu gern, wenn sie sich selbst aussuchen dürfen, welche Bewertung gelöscht wird. Hierfür gibts allerdings strenge Regeln. Ich konnte diese Bearbeitungen ruhigen Gewissens machen. Man hat als Mitarbeiter mit Rückgrat auch jederzeit die Möglichkeit, in Einzelfällen eigenständig Entscheidungen zu treffen, die von den sehr allgemeinen Richtlinien abweichen. Wenn man diese vor den Teamleitern entsprechend rechtfertigen kann, gibt es da nie Probleme. Bei den detaillierten Verkäuferbewertungen gibts allerdings öfter Verschwörungstheorien als sie tatsächlich missbraucht werden. Ich konnte sie mir ja halt angucken und die Mitglieder damit eindeutig der Lüge überführen.
Vermutlich sind allerdings die meisten Sachen auch durch die Datenschutzbestimmungen, die sich nie jemand durchliest, gedeckt.
Bitte versteht mich jetzt nicht falsch, ich möchte das Ganze nicht verharmlosen. Gerade die Geschichte mit dem Betriebsrat kann ich mir sehr gut vorstellen und das ist nicht in Ordnung. Aber ich möchte mal einen kleinen Gegenpol zur sehr einseitigen und wenig hinterfragten bisherigen Darstellung liefern.
Alles in allem bin ich auch trotz meiner tieferen Einsichten weiterhin gerne bei eBay und fühle mich durch den Kundenservice sehr gut und kompetent betreut.
Viele Grüße
ein Ex-CCCler
Betti Braun
27.01.2013 - 13:21 Uhr
Hallo indeed,
Hallo liebe Leser,
als ehemaliger eBay-Mitarbeiter möchte ich mich an dieser Stelle für deine sehr detaillierte und sachliche Zusammenfassung bedanken.
wie denke ich über das Thema:
Wie in allen anderen Unternehmen auch, ist nicht alles Gold was glänzt. Den Ausführungen von “Unbequem” bin ich mit viel Aufmerksamkeit gefolgt, konnte aber beim besten Willen keine “schlimmen” oder gar “gefährlichen” Punkte entdecken.
Datenschutz:
Dass auch mit Daten, auf die Mitarbeiter zugreifen können, “Schindluder” getrieben werden kann, steht außer Zweifel. Allerdings würde man diesen Mitarbeitern dann ein gewisses kriminelles Potenzial unterstellen.
Auch zu meiner Zeit – ich war von Anfang bis Ende in Dreilinden – gab es die ein oder andere Sicherheitslücke. Hierfür gab es aber Ansprechpartner, an die wir uns wenden konnten. Manche Lücken konnten schnell geschlossen werden – andere benötigten etwas Zeit. Keine der Lücken wurde weggelächelt. Auch an legal konnte sich jeder Mitarbeiter wenden.
Alias-Namen:
Diese wurden auch schon zu meiner Zeit verwendet und dienten dem persönlichen Schutz der Mitarbeiter. Eben, damit kein seller auf privatem Weg an die Mitarbeiter herantreten kann. Die Entscheidung für die Alias Namen wurde von eBay aufgrund eines damaligen Falles getroffen. In diesem Fall wurde nämlich eine Mitarbeiterin tatsächlich belästigt und sogar zu Hause besucht. Dass eBay und auch CCC die Sicherheit der Mitarbeiter nach wie vor ernst nimmt, freut mich.
Betriebsrat:
Mitarbeiter in höheren Positionen haben in der Tat nichts im Betriebsrat zu suchen. Allerdings wird ein solcher ja auch gewählt – ich frage mich, wer die dann da reingewählt hat….
Lohn und Urlaub:
Die Ausführungen hierzu sind so lächerlich, dass ich diesen Punkt direkt übergehen möchte, wäre “unbequem” nicht so ausführlich darauf eingegangen. Wie schon mehrfach oben geschrieben wurde: Jeder weiß am Anfang, was er für einen Lohn bekommt. Kann er davon nicht leben, sollte er nach einer anderen Aufgabe Ausschau halten. Das Gehalt eines Akademikers kann man auch nur erhalten, wenn man als solcher tätig ist.
persönliche Nachrichten lesen:
Es dürfte doch wohl jedem Internet-Nutzer bewusst sein, dass im Zweifel JEDES Unternehmen auch solche Nachrichten lesen kann. Also was soll der Aufschrei?
Aus meiner Zeit ist mir bekannt, dass Nachrichten in Mein eBay eingesehen werden konnten, nicht aber persönliche Nachrichten, die nicht über die webform geschrieben wurden. Allerdings durften wir diese Aussage damals auch geben. Warum das heute offenbar nicht mehr kommuniziert werden darf, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich bin mir aber sicher, dass es dafür eine Erklärung gibt.
eBay ist und bleibt die Existenzgrundlage für viele – ob als seller oder Mitarbeiter. Da es aber leider auch viele seller gibt, die mit Tricks und Kniffs ihre Umsatzzahlen steigern wollen (was ja verständlich ist, denn sie leben davon) ist es aber eben auch nicht möglich – gar gefährlich – eBay völlig transparent zu machen. Prozesse, die im Hintergrund ablaufen, sollten das auch weiterhin tun, da sie bei mehr Transparenz manipulierbar durch Außenstehende werden. Dass nicht alles transparent gemacht wird, zeigt mir, dass eBay auch weiterhin den Schutz der Mitglieder ernst nimmt.
Alles in allem finde ich es zwar gut, dass sich “unbequem” und einige andere Gedanken machen – damit sollte man nie aufhören – allerdings sollte beim Anprangern bestimmter workflows auch immer die Begründung selbiger betrachtet werden.
Ich war gerne ein Teil von eBay und würde die Sorgen und Probleme der Mitglieder jederzeit gerne wieder beantworten und lösen.
Ich behalte eBay auch weiterhin als ein innovatives, persönliches aber auch schnelllebiges Unternehmen in Erinnerung.
Betti Braun (klar ist das mein Alias-Name)
Unbequem
27.01.2013 - 09:08 Uhr
Hi,
ich möchte hier zu einigen angesprochenen Punkten Stellung nehmen.
Gold & Silber Powerseller werden nicht von eBay selbst betreut. Dies ist eine Falschaussage, da der Account Management Bereich in einer “höheren” Liga spielt.
Wird Ihnen auf der eBay-Seite eine 0800-xxx xxxx angezeigt, landen sie im Callcenter. Oder haben SIe jedes Mal den gleichen Mitarbeiter am Telefon? Daher widerlegt.
Es ist bisher kein Fall bekannt, dass irgendjemand die von mir angesprochene Telefonverifizierung ausgehebelt hat?
Ja wie sollte auch! Es erfährt ja eben auch niemand. Sie nehmen sich eine x-beliebige Handynr und rufen im Kundenservice an. Der Mitarbeiter sieht ihren unverifizierten Anruf und fragt die genannten Daten ab.
Der Mitarbeiter geht also davon aus, dass er nach der Kontoverifizierung mit dem Kontoinhaber spricht.
Wird dann richtig interessant, wenn der Verkäufer hochwertige Waren verkauft. Oder vll auch Erwachsenenwindel, Potenzpillen oder whatever.
Möchten Sie, dass irgendwie die Namen ihrer Käufer erfragen kann? Wozu gibt es privat gestellte Bewertungsprofile?
Und mit Anleitung hat dies nichts zu tun! Wenn ich z.B, ein halbes Jahr lang meiner Bankfiliale sage, dass abends immer als Türen offen stehen und es ändert sich nichts, gebe ich auch keine Anleitung wenn dies irgendwann öffentlich mache.
Private Nachrichten?
Ja, sicher ist es sehr praktisch die lesen zu können. Der Kunde hat aber ein Anrecht darauf zu wissen, welche Daten von ihm im System gespeichert sind.
Sage ich dem Kunden, dass ich sie nicht lesen kann, lüge ich ihn in Bezug auf die gespeicherten Daten an.
Wie oft ist es passiert, dass ein Mitarbeiter sich verplappert hat und ich mich nachher im Auftrag der Firma rechtfertigen musste, dass wir Nachrichten ja eigentlich überhaupt nicht lesen können.
Und ja, die Sicherheitsvorschriften im CCC selbst sind absolut ausreichend. Es wird z.B. nicht geduldet, dass sich irgendein Mitarbeiter über einen Kunden auslässt. Es gibt da auch sehr bekannte, verhaltensoriginelle Kunden ;)
Es ändert aber nichts daran, dass die Schnittstelle Telefon zum Callcenter
nicht die maximale Sicherheit bietet. Es gibt keine 100% Sicherheit, aber man kann zumindestens so offensichtliche Dinge verhindern.
Und wieso hier immer wieder das Totschlagargument “die tollen Kollegen” aufgegriffen wird. Ja, ich habe auch in keinem Satz etwas anderes behauptet.
Es geht eben aber nicht um gratis Kaffee, frisches Obst und nette Kollegen, sondern um Datenschutz und aus meiner Sicht bedenkliche Betriebsratsmitglieder.
indeed
27.01.2013 - 14:58 Uhr
Lass uns doch einfach mal in Ruhe miteinander schreiben, ich will weder dir noch dem CCC etwas Böses.
Ich bin wie gesagt schon ein paar Monate raus, von daher kann es sein, dass ich nicht mehr alle Details in meinem Gedächtnis hab, allzu viel wird sich wohl aber auch nicht geändert haben.
Ich will auch hier nicht komplett jede Einzelheit der Workflows breit treten, bei allem derzeitigen Interesse geht das trotzdem niemanden an und vermutlich könnte damit eh niemand etwas anfangen.
Jetzt wo du es sagst, stimmt, einfache Anfragen der Gold- und Silber-Powerseller haben wir selbst betreut. Sobald es allerdings um Sanktionen ging, wurden die durch Dreilinden durchgeführt. Hast du in deiner CCC-Zeit mal versucht, einen Silber-Powerseller vom Handel auszuschließen? Man erhielt dann nur eine Fehlermeldung und eBay wollte uns das auch nicht freischalten. Also: Unentschieden. :)
Bei der Verifizierungssache denke ich, dass du dich da in etwas verrennst. Ohne Frage, in Einzelfällen wird das bestimmt schon mal vorgekommen sein.
Allerdings sollte man als Mitarbeiter mit Köpfchen schon einmal misstrauisch werden, wenn dich ein Erotik- oder Schmuckhändler oder wer auch immer anruft und nach seinen eigenen Kundendaten fragt. Meine Vorgehensweise wäre es dann gewesen ihn zu bitten, sich einzuloggen und ihn zu der Stelle zu führen, wo er diese selbst nachlesen kann. Soweit ich weiß, war das auch der gängige Weg.
Gut, mit anderen Aktionen wie zum Beispiel Vermerk-Entferungen könnte man so Erfolg haben, aber es ist ja halt nicht so, dass man dem anderen nach erfolgreicher Verifizierung das Passwort verraten hat und der dann machen konnte, was er will.
Deine Argumentation zu den privaten Nachrichten kann ich nicht ganz nachvollziehen. Selbstverständlich macht eBay kein Geheimnis draus, dass die privaten Nachrichten gespeichert sind und wenn ein Kunde anfragt, welche Daten von ihm gespeichert sind, wird eBay das auch darlegen. Wären die Nachrichten nicht gespeichert, könnten sie ja auch nicht im Account angezeigt werden.
Zu hinterfragen wäre hier nur die Zugriffsmöglichkeit. Ist es in Ordnung, dass jeder Callcenter-Mitarbeiter darauf zugreifen kann? Das wäre eine interessante Frage, auf die man sich hier konzentrieren kann.
Ach komm, jetzt übertreib mal nicht. Dass man auf dem Raucherbalkon oder in der Küche über seine Kunden lästert, gibt es in jeder Firma. Wenn mich ein einzelnes Mitglied mit über 100 E-Mails am Tag auf Trab hält dann lästert man mit Kollegen drüber. Wenn eine Dame uns über Jahre hinweg regelmäßig anruft, wenn sie wieder einmal psychische Probleme hat und ihre Medikamente nicht genommen hat, spricht sich das rum. Es kam auch nicht nur einmal vor, dass eine Kollegin von einem Mitglied am Telefon so fertig gemacht wurde, dass sie angefangen hat zu weinen. Du würdest verrückt werden, wenn du dich darüber nicht mal bei einem Kollegen oder deinem Partner abreagieren würdest.
Ich kann es nur wiederholen, du hast prinzipiell vollkommen Recht mit deinen Aussagen. Ich hätte es nur besser gefunden, wenn du erst einmal einen Monat lang in Ruhe drüber geschlafen hättest, bevor du diese Sachen hier veröffentlichst.
Ich werde eben das gefühl nicht los, dass es dir nicht nur um Datenschutz und Betriebsrats-Probleme geht, sondern um mehr. Deswegen die Geschichte vom Obst und den Getränken, ich finde die gehören zu einem vollständigen Bild der Firma auch dazu.
xxx
27.01.2013 - 13:04 Uhr
Wow viel Lesestoff
Einige Sachen kann ich gut nachvollziehen über andere hab ich nur Kopfschütteln übrig
Nun mittlerweile sollte doch bekannt sein das diverse Firmen mit Callcentern arbeiten wie sonnst sollen die Massen an Kundenanfragen bewältigt werden.
(In der Baubranche ist das (trotz Untersagung) üblich, sich Mitarbeiter von andern Firmen zu holen die sich als Mitarbeiter dieser Firmen ausgeben sollen. Das ist sogar Vertraglich so geregelt sonnst gibt es fette Strafen.)
Abgesehen von dem doch recht niedrigen Stundenlohn sind genügend Leute vorhanden die für Callcenter arbeiten. Immerhin eine alternative zur Arbeitslosigkeit und Harz 4 oder als Zusatzverdienst zum Studium.
Das muss doch am ende jeder für sich selber klären ob er/sie für das Geld arbeiten will. Irgendwann gibts vll auch mal Tarifverträge?.
Immerhin stellt sich mir gerade die Frage wenn ein MA nicht in meinen ebayaccount schauen kann wie will er mir da denn helfen?
und (ich übertreibe mal)
Mir droht einer wie per dieser pm´s wie soll ich dem denn entgegen kommen mit meinem Anwalt wenn solche Daten nicht irgendwo abgespeichert werden?
“Tut uns leid Herr Rechtsanwalt wir speichern keine Nachrichten aus Datenschutzgründen ??”
Auch wenn der MA “vielleicht” nicht sagen darf das er die pm´s nicht lesen kann ,könnte er zumindest wenn er es liest dies mit Dringlichkeit weiterleiten ?
RICHTIG man muss es dem Ebaymitglied irgendwo kenntlich machen das Nachrichten überprüft werden können ! das ist Fakt !
Aber aus meiner Sicht Sache von Ebay nicht der Callcenter denn die Arbeiten auf Anweisung ! Nach dem Motto:
“Belaste uns nicht mit irgendwelchen Anfragen schau erst selber nach dann Frag ”
Dennoch ist nun das CCC an der Reihe Stellung zu nehmen und die werden sich erst einmal mit Ebay in Verbindung setzten .
mal mein kleiner Senf dazu
xxx
Nicht nötig
27.01.2013 - 14:14 Uhr
Zum Thema Betriebsrat: dieser wurde nie gewählt und deswegen sind nur, bis auf eine Ausnahme, Personen im Betriebsrat die auch höhere Positionen haben.
ein CCC MA
Betti Braun
27.01.2013 - 15:35 Uhr
… keine Wahl – kein Betriebsrat. Ein Betriebsrat muss von den Arbeitnehmern angestoßen und gewählt werden. Sonst ist es keiner.
Da es sich also dann wohl um keinen Betriebsrat handelt, finde ich es nicht empörend, wenn da auch Mitarbeiter in leitenden Positionen sitzen. (kopfschüttel)
Mir geht der tread den ganzen Vormittag nicht aus dem Kopf. Grundsätzlich finde ich es immer gut und richtig, Dinge, die nicht so gut laufen (oder auch falsch laufen) kund zu tun. Allerdings habe ich ein echtes Problem mit Leuten, die dies über die Öffentlichkeit machen. CCC ist ein großes Unternehmen. Und auch wenn es hier nicht um frisches Obst, Taxifahrten und ähnliche goodies geht, zeigen gerade diese Dinge mir, dass dem Unternehmen etwas an ihren Mitarbeitern liegt. Also ist es eben nicht irrelevant. Und ein Unternehmen darf auch eine gewisse Loyalität sich gegenüber von den Mitarbeitern erwarten. Das heißt nicht, dass man den Mund halten muss, aber es heißt, dass man Probleme innerhalb des Unternehmens belassen sollte. Hättest du wirklich so ein großes Moralempfinden, “unbequem”, dann würdest du das im Unternehmen klären und im schlimmsten Fall austreten. In sämtlichen Foren aber einseitige Darstellungen abzugeben, halte ich für unloyal und kann auch durchaus nachvollziehen, warum dich das Unternehmen dafür nicht umarmt.
Im Übrigen verstehe ich die E-Mail von legal an dich nicht als Drohung, sondern lediglich als Rechtsbelehrung. Ein freundliches Gespräch mit entsprechenden Entscheidungspersonen hilft manchmal mehr, als gleich den Pranger auf den Dorfplatz zu stellen. Das hat nichts mit “unter den Teppich kehren” zu tun, sondern mit “Gesprächen unter Geschäftsleuten”.
Paul Panter
28.01.2013 - 00:57 Uhr
Betti Braun ist ganz sicht nicht so treudoof und naiv, dass sie ernsthaft glaubt, man können als einzelner kleiner Mitarbeiter die Regeln und Geschäftspraktiken eines Unternehmens verändern, indem man von innen heraus einen netten Brief an die Geschäftsführung schreibt, darin eine Liste von Mißständen auflistet und freundlich darum bittet, dass man diese doch bitte im Sinne der Mitarbeiter und des Datenschutzes verändern möge. … *facepalm*
Nein, so dumm kann kein Mensch der Welt sein, ernsthaft zu glauben, mit einem Schreiben eines Mitarbeiters könnte man die Geschäftsführung plötzlich dazu bringen, dass sie die internen Datenschutzbestimmungen ändert, die eigenen Führungsleute aus dem Betriebsrat zurückzieht (warum hat man die wohl überhaupt darin platziert, liebe Betti) und den Mitarbeitern über den Betriebsrat mehr Rechte zugesteht oder gar den Stundenlohn um 50 Cent erhöht oder sonstige Zugeständnisse macht. Vielmehr kann sich der Mitarbeiter, der intern unter seinem Namen gewisse Mißstände bei seinen Vorgesetzten oder der Geschäftsführung anspricht, darauf gefasst machen, dass er massiven Druck “von oben” durchgereicht bekommen wird, in den nächsten Wochen zahlreiche Abmahungen aus nichtigen Gründen anhängt bekommt oder man ihm gleich mittels irgendwelchen rechtlichen Tricks auf die Straße setzt! Das ist so klar und sicher wie sonstwas!
Es ist zwar traurig, aber leider die Wahrheit in unserer Geschäftswelt: In Unternehmen ändert sich nur dann etwas grundlegendes im Sinne der Mitarbeiter, des Betriebsrats und in Bezug auf den Datenschutz, wenn die Öffentlichkeit davon erfährt! Der Geschäftsführung ist das Thema nämlich solange völlig sch…egal, solange es ein internes Problem ist, über das zwar die Mitarbeiter hin und wieder ein bißchen murren, aber sonst ihren Job tun und eben “funktionieren”.
Und nein, es gibt sehr wohl Menschen, die sich ihren Job eben nicht wie im Schlaraffenland aussuchen können, sondern einfach nehmen müssen, was sie gerade bekommen um ihre Miete zu bezahlen und sich und ihre Familie zu ernähren. Diese Leute können es sich nicht leisten, einfach mal zu kündigen, nur weil ihnen die Bedinungen nicht behagen und können auch nicht kündigen, wenn sie den Lohn als zu niedrig empfinden (haben also den Arbeitsvertrag bereits aus Not und Zwang unterschreiben, auch wenn sie da schon wussten, dass der Lohn extrem mickrig ist). Und sie können sich somit auch nicht leisten, durch Forderungen gegenüber dem Vorgesetzten oder Bittschreiben an die Geschäftsführung als Mitarbeiter negativ aufzufallen und Abmahnungen oder eventuelle eine Kündigung zu riskieren. Aber die Nöte und Ängste des kleinen Arbeiters, verstehen die edlen Herrschaften aus der Führungsetage sowieso nicht, also müssen die hier auch nicht weiter erklärt werden.
Zusammengefasst kann ich nur sagen, sorry liebe Betti Braun, aber mit diesem Text hast du jedem (dem es bislang vielleicht noch nicht aufgefallen ist) bewiesen, dass du nur hier bist um einseitige Stimmung zu machen – für die Firma CCC und gegen Herrn Unbequem.
Betti Braun
28.01.2013 - 14:14 Uhr
Vielen Dank, Paul, für die Aufklärung. Bislang habe ich mich nicht als naiv und dumm eingestuft, wenn ich Kontakt zur “oberen” Etage aufgenommen habe, um auf Dinge aufmerksam zu machen, die nicht liefen. Das könnte aber vielleicht auch damit zusammen hängen, dass ich mich nicht als “kleiner irgendwer” ansehe, sondern als Teil des Unternehmens. Bei mir gibt es kein oben und unten, sondern ein fähig und nicht fähig.
Und eines sei an dieser Stelle klar gestellt: Ich spreche weder für CCC noch gegen Herrn “unbequem”. Beide Seiten kenne ich zu wenig, als dass ich mir hier ein Urteil erlauben wollte. Ich denke systemisch.
Verstehe meine einseitige Beschreibung (die ich im übrigen nicht für einseitig halte) doch bitte als Anregung, diese komplexe Angelegenheit auch von einer anderen – als der ebenfalls einseitig von Herrn U. geschilderten – zu beleuchten und damit das Denken anzuregen. Eine Seite von Herrn U. + eine Seite von mir = schon mal zweiseitig. Gute Voraussetzungen, um dreidimensionale Vorstellungen zu erhalten. Und zum Stimmung machen, bin ich sicherlich nicht da.
Im Übrigen lebe auch ich nicht im Job-Schlaraffenland, nehme mir aber stets die Freiheit, Unternehmen zu verlassen, deren Moralvorstellungen ich nicht teilen kann. Das bringt mir zwar mitunter auch Monate, in denen ich Probleme habe, meine Familie durch zu bringen, aber es sichert mir meine moralische Freiheit und meinen Freigeist.
Näher möchte ich auf diesen Punkt nicht eingehen, da meine Antwort zur Folge hätte, dass auch diese nicht global genug geschrieben und alle Details, Ausnahmen und individuellen Situationen einschließen könnte. Es liegt mir fern, Menschen, die den Job nicht wechseln können oder wollen, anzugreifen. Jeder wird wissen, warum er bestimmte Entscheidungen trifft und warum er bestimmte Verträge unterschreibt. Dass diese Entscheidungen nicht immer unter den günstigsten und glücklichsten Situationen getroffen werden, weiß ich.
Rico Sachse
29.01.2013 - 01:04 Uhr
Gegenposition:
Es gab auf jeden Fall eine Wahl des Betriebsrates.
rico sachse
29.01.2013 - 10:10 Uhr
es ist nicht richtig, dass es keine betriebsratswahl gegeben hat.
richtig ist vielmehr:
es fand eine betriebsratswahl statt. dies lässt sich auch im fachbereich 13 (besondere dienstleistungen) der ver.di in berlin erfragen, denn dort ist die person tätig, die im grunde die wahl einleitete, wie ich es mal beschreiben möchte.
ob einem mehr oder minder die personen im gremium ob der von ihnen im unternehmen bekleideten position(en) zusagen, ist eine davon getrennt zu betrachtende angelegenheit.
anonymous
27.01.2013 - 16:52 Uhr
eBay streitet natürlich alles ab.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/eBay-weist-vorgeworfene-Datenschutz-Probleme-zurueck-1792195.html
Betti Braun
27.01.2013 - 17:48 Uhr
… was sollten sie auch zugeben??? *kopfkratz*
Außerdem hat die Sprecherin nichts abgestritten, sondern die Vorwürfe lediglich mit detaillierteren Aussagen versehen. Man sollte nicht nur die Überschrift, sondern auch den Beitrag lesen…
Unbequem
27.01.2013 - 18:24 Uhr
Eine “harte” Verifizierung, wie sie hier von der eBay-Sprecherin behauptet wird, gibt es nicht. Es gab bis zum Zeitpunkt meines ersten Beitrages nur eine Form der Verifizierung und das ist die von mir genannte.
Beantwortet der Anrufer die genannten Fragen falsch, werden tatsächlich keine Kundenbezogenen Daten herausgegeben. Beantwortet er sie richtig, werden alle Fragen beantwortet. Da der bisher genutzte Verifizierungsprozess durchaus auch vielen Kunden bekannt ist, ist es schon traurig dies noch widerlegen zu wollen.
Und wenn eBay hier behauptet, dass die Kunden der Auslesung privater Nachrichten zustimmen, frage ich mich warum dies vom Kundenservice abgestritten werden soll.
indeed
30.01.2013 - 00:01 Uhr
Stimmt, was die eBay-Sprecherin behauptet ist Unsinn.
Allerdings gibts immernoch den einmaligen Zugangscode im Hilfebereich. Der ist eine sichere Verifizierungsmöglichkeit, die es schon lange gibt.
Reiner
28.01.2013 - 08:00 Uhr
Naja, eine wirklich freie Arbeitsplatzwahl gibt es schon lange nicht mehr, das Akzeptieren miserabelster Bedingungen ist seit Erfindung von Hartz4 zwangsweise, wenn man nicht plötzlich ohne Dach übern Kopf, ohne Krankenversicherung und mit leerem Magen dastehen will.
Leider gibt es ausgesprochen wenige Parteien, die einen generellen Mindestlohn propagieren – die werden deshalb wohl nicht gewählt?
Der Arbeitsplatz auf Kosten eventueller Rechtsbrüche zu unmöglichen Bedingungen zu erhalten, mit diesem Argument kann man auch den Holocaust rechtfertigen.
Solange in einer miesen Branche mies bezahlte Mitarbeiter zwangsweise schaffen müssen, ist dies wohl der einzige Weg der Veränderung. Ob nun alle Ziele erreicht werden, sei mal dahingestellt, wenn es zukünftig einen brauchbaren Betriebsrat gibt, vernünftige Entlohnung, vernünftigen Urlaub ode vernünftigen Datenschutz u.s.w. gibt, hat sich der Kampf gelohnt.
Freiwillig oder gar von innen heraus wird es so etwas nie geben!
Hoffen wir, dass dem Hauptdarsteller nicht zu arg die Flügel gestutzt werden und ihm wenigstens nicht noch zusätzlich von unseren “sozialen” Sozialbehörden noch zusätzlich in den Arxxx gereten wird.
Reiner
oliver
28.01.2013 - 09:04 Uhr
Unbequem… lass Deine Kolleginnen und Kollegen mal hier schön weiter in der Öffentlichkeit posten :-) Zum einen wird ihnen genau das schaden und zum anderen zeigen sie hier gerade in aller Öffentlichkeit, was für Geistesgrößen sie sind.
Kopfschüttel2.0
28.01.2013 - 10:58 Uhr
Wie schnell er immer antwortet wenn jemand etwas wiederlegt oder in Frage stellt ^^
Ich möchte nicht viel zu dem Sachverhalt sagen….
Ich bin auch ein Mitarbeiter, jedoch muss man für diesen Job gemacht sein. Man kann nicht ne Weile dort arbeiten und dann Irgendwas mit seinem Gewissen nicht mehr vereinbaren können ^^
Entweder man geht zu seiner Arbeit und macht den Job für den man angestellt wurde oder man verlässt das Unternehmen. ( Ich bin weder ein Vorgesetzter noch sonstiges)
Doch wenn man Versucht hier ein Unternehmen fertig zu machen, sollte man 1stens Vergleiche in der Branche ziehen, 2tens an die anderen Kollegen denken und wie sich das zukünftige Arbeitsverhalten verändern wird gegenüber des Kunden. Kommt denn der Verfasser von dem oben genannten aus dieser Branche? Oder war er einst Bäcker und hat eine Chance bekommen in der Kommunikationsbranche sich weiter zu entwickeln?
Was war das eigentliche Ziel hierbei? Finanzielle Absicherung zu lasten seiner ehemaligen Kollegen?
So nun nach meinen ganzen Fragen zu dieser Hexenjagd auf 300 Mitarbeiter und einem Unternehmen das selbst die kleinsten kennen und die Fernsehwerbung mitsingen können wie die von MC Donalds ^^
Ich bin auch ein ganz normaler Mitarbeiter in diesem Partnerunternehmen.
Ich stelle mir meine Arbeit nun nach dieser Sache so vor:
Mein Name ist: “Alias” Antwort: Sagen Sie mir Ihren richtigen Namen? <<< Sollte ich Hier vllt schon das MG auf meinen persönlichen Schutz hinweisen?
Was du uns Mitarbeitern denen die Arbeit Spaß macht für eine Psychische Tortur damit bescherst ist dir nicht Klar.
Bei Konkurrenzunternehmen bekommst du fast 2Euro weniger Stundenlohn und darfst das 3-4 Fache Pro Stunde schaffen als deine 5 Vorgänge !!!
In Konkurrenzunternehmen wirst du nicht freundlich begrüßt, wirst nicht aufgefordert deine Pausenzeiten zu beachten weil du wieder keine gesetzliche Mindestpausenanzahl gemacht hast, wirst nicht angesprochen ob dich irgendetwas belastet, wirst nicht um deine Meinung gebeten.
Ich habe nach 7 Jahren Branchenerfahrung endlich ein Unternehmen gefunden wo ich zwar auch nicht Reich werde, jedoch als Mitarbeiter geschätzt werde. Angenehm meine Vorgänge schaffe und somit dem Kunden die einzige Wahrheit vermitteln kann < die dass es mir gut geht als Mitarbeiter und dass ich alles Versuche dass er zufrieden aus dem Gespräch geht.
Druck? Druck in dieser Branche ist etwas anderes als in dem Unternehmen…
Wer in diesem Unternehmen für den Hungerlohn enormen Druck hat, sollte lieber Bäcker werden, einen Job annehmen, komplett weg von der Dienstleistungsbranche. "Ironie aus"
Ich finde es einfach nur Peinlich was ER hier abzieht!
Nein er hat nicht von der Tapete bis zur Wand gedacht damit.
Was hier gemacht wird, ist den Mitarbeiter in seiner Arbeitsweise zu schädigen. Im Verhalten des Kunden gegenüber.
Datenschutz usw. Wir halten das bestmögliche mit dem Datenschutz aufrecht. <<<< Auch dort hat der Verfasser keine Ahnung von dieser Branche, weder vom Lohn, noch von den Arbeitsbedingungen noch vom Datenschutz.
Sehr Schade…..
So jetzt hab ich mich nach diesem Wochenende voller Stuss lesen etwas beruhigt und gehe gleich zur Arbeit. Einer Arbeit die MIR Spaß macht, eine Arbeit wo das was ich tue, geschätzt wird, eine Arbeit wo ich weiß dass ich auch Morgen noch gern hingehen werde. Ein Callcenter was in seinem Tun dem Mitarbeiter gegenüber, ein Beispiel sein sollte für die ganze Branche und nicht hinhalten sollte für so einen Müll der uns am Ende den Job Kosten wird ….
Danke Lieber P…… toller Freund ^^
Aber da du eh über Leichen gehst, sind Dir die Menschen die den Job gern machen eh egal und die du Kollegen genannt hast.
Ich würde mich dafür einfach nur schämen……
P.s. Ich wurde weder angestiftet dass zu verfassen noch sonstiges, ich bin einfach mal geplatzt ^^
Bingox
28.01.2013 - 12:25 Uhr
Gehört hier nicht hin, aber was hat ein Bäcker mit Deinen Problemen zu tun?
Je nach Region verdient ein Bäckergeselle zwischen 1.600 – 2.500 EUR Brutto.
Ich finde nicht, dass jemand aus einer Branche die im Schnitt 7,50 zahlt in der Position ist über einen gelernten Bäcker zu urteilen oder ihn so herabzusetzen.
Nimms mir nicht übel, aber man sollte nicht über Berufsgruppen “lästern” die u.U. besser gestellt sind als man selbst.
NEIN, ich bin kein Bäcker:-)Auch kein Konditor.
Oliver
28.01.2013 - 12:29 Uhr
@Kopfschütteln 2.0 = die Anschuldigungen in Sachen Datenschutz und internen Arbeitsanweisungen sind also falsch?
Unbequem
28.01.2013 - 14:03 Uhr
Wenn Du wüsstest, wieviele noch aktive Mitarbeiter eine komplette konträre Meinung zu der von Dir beschriebenen haben, würdest Du anders denken.
Die zahlreichen Nachrichten an die Betreiber der jeweiligen Seite spiegeln und bestätigen dies auch.
Um Dich zu beruhigen, ich habe eine abgeschlossene Ausbildung im Printmedien Bereich. Bäcker zu diffamieren macht es auch nicht besser.
lg
Paulchen
28.01.2013 - 15:01 Uhr
@Unbequem: Schade, dass Du versuchst das Pferd von hinten aufzuzäumen. Denkst Du wirklich der sensationsgeile Mob gibt in einem Monat noch etwas auf das Ganze? Rechtl. etwas in Gang zu bringen mag sinnvoll sein aber es so publik zu machen schaded am Ende nur Dir. Glaube mir, die Leute die über diese “Sensation” hier gerade so gröhlen, vergessen das alles genauso schnell wieder aber die Konsequenzen die Du zwangsläufig zu spüren bekommen wirst, mit denen wirst Du noch lange zu tun haben. Ich wünsche Dir persönlich viel Erfolg, das mein ich ehrlich, auch wenn ich das alles hier absolut nicht gut finde.
indeed
30.01.2013 - 00:07 Uhr
Nein.
Viele Grüße
Ein Ex-CCCler
Realist
28.01.2013 - 14:24 Uhr
Erstaunlich wie hier Mitarbeiter aus dem CCC den Beitrag zerpflücken, jegliche Kritik an dem Unternehmen in Abrede stellen und dessen Verfasser zu diskreditieren versuchen. Da kann sich doch jeder denken was dahinter steckt….
Im Übrigen – warum so eine Angst dass es für das CCC schädlich wäre und Jobs kosten könnte wenn doch angeblich nichts dran ist an den Anschuldigungen?
Da hat wohl jemand nicht ganz zu Ende gedacht bevor er hier versucht Tatsachen zu verleugnen …
Aber es kann sich jeder selbst ein Bild vom CCC (wieso dürfen die eigentlich dieses Kürzel verwenden?) machen. Einfach mal bewerben, Einladung zum Vorstellungsgespräch kommt umgehend da die Fluktuation extrem hoch ist und ständig neue Mitarbeiter gebraucht werden. Als Lohn gibts 7 Euro die Stunde plus evtl. 50 Cent Qualitätsbonus für die Betreuung von Bankkunden. Das sind die aktuellen Konditionen in Dresden. Im Übrigen ist mir dort in einer ganzen Stunde nicht ein Mitarbeiter aufgefallen der Spass an der Arbeit hat, weder an den Arbeitsplätzen noch vor der Tür wenn Pause gemacht wurde. Der Gesichtsausdruck der Mitarbeiter war eher eine Mischung aus Resignation und Traurigkeit.
indeed
30.01.2013 - 00:13 Uhr
Ich kann zwar nur beurteilen, wie es in Berlin ist, aber dort ist das Klima und die Motivation der Mitarbeiter toll. In keiner anderen Firma hatte ich so nette Kollegen, viele sind auch privat befreundet. In einer Spätschicht hat das gesamte Team vor Lachen am Boden gelegen, weil wir uns den ganzen Abend nur Witze erzählt haben.
Wenn es eins gibt, was ich nicht als Kritikpunkt zulasse, ist das das Klima unter den Kollegen.
rico sachse
01.02.2013 - 09:52 Uhr
wenn du die dinge ansprichst, die dir missfallen:
kritik üben ist sicher ein teil des weges. wenn du allerdings veränderungen willst, dann solltest du (mit anderen gemeinsam) handeln.
da gibt es durchaus unterschiedliche wege.
man kann das gespräch mit dem arbeitgeber suchen … einzeln oder als interessengruppe.
man kann einen betriebsrat gründen, der – bestenfalls – arbeitnehmerinteressen mit dem arbeitgeber zu regeln versucht, sofern er es nach dem gesetz darf.
man kann sich gewerkschaftlich organisieren und durchaus eine ver.di-betriebsgruppe ins leben rufen (lassen). solch eine gibt es in berlin bereits.
ich finde unverändert die idee eines haustarifvertrages sinnvoll, der zwischen der ver.di und dem ccc geschlossen werde sollte … zum beispiel, um für alle mitarbeiter der deutschen standorte identische konditionen in sachen entlohnung und urlaub und ggfs. auch anderen aspekten zu schaffen.
aber wie gesagt:
solche dinge fallen in aller regel nicht vom himmel. sie werden einem auch nur selten eben so in den schoss gelegt. aktives handeln ist erforderlich.
meine ausdrückliche aufforderung an dich:
beginne mit dir selbst. werde mitglied der ver.di, wenn du es noch nicht sein solltest. begeistere dann andere, sich ebenso für ihre eigenen interessen einzutreten und sich auch gewerkschaftlich zu organisieren.
soziale standards – schlechte, mittelmässige und gute – sind keineswegs naturgesetz, auf das man als arbeitnehmer keinen einfluss nehmen könnte. man muss nur daran aktiv arbeiten wollen. und genau an dieser stelle solltest du gemeinsam mit anderen kolleg(inn)en ansetzen.
die zuständige der ver.di unterstützen euch mit rat und tat. geht auf sie zu und lasst euch beraten.
Torben
28.01.2013 - 15:50 Uhr
Sorry, aber bis jetzt sieht es so aus, als habe sich weder ebay noch ccc etwas zu Schulden kommen lassen.
Vorwurf Datenschutz: Wird offenbar ernst genommen, rein rechtlich hat sich ebay die die Zustimmung zur Weitergabe der Daten geholt. Ob der Verifizierungsprozess am Telefon nun so löchrig ist, wie hier behauptet, vermag ich nicht zu beurteilen, aber wenn dem so ist, bin ich mir sicher, dass das Verfahren nun kurzfristig geändert wird.
Vorwurf Hungerlohn: Zugeben, weder 7,50 oder 8,50 sind viel, allerdings ist das einfach branchenüblich. Wem das zu wenig ist, der sollte einen solchen Vertrag einfach nicht unterschreiben oder sich gewerkschaftlich organisieren oder im Herbst eine Partei wählen, die einen höheren Mindestlohn verspricht.
Vorwurf Betriebsrat: Über die Existenz eines Betriebsrates gibt es widersprüchliche Aussagen, auf der einen Seite wird behauptet es wurde kein Betriebsrat gewählt, auf der anderen Seite ist zu lesen, es gebe einen Betriebsrat, der allerdings mit Leuten aus den “höheren” Positionen besetzt ist. Hierbei sollte man wissen, das nur leitende Angestellte von Betriebsratswahlen ausgeschlossen sind, also Leute die in der Regel Einstellungs- und Enltassungsentscheidungen selbständig treffen können. Die rechtlichen Anforderungen an den Begriff “leitender Angestellter” sind also etwas anders, als man vielleicht annehmen könnte.
rico sachse
01.02.2013 - 10:35 Uhr
thema “lohn”:
es braucht dem grunde nach keiner parteien, die die einführung eines mindestlohnes – welcher höhe auch immer – versprechen.
schon seit ewigkeiten sagt der gesetzgeber mit einer regelung in der zivilprozessordnung, was einem menschen wenigstens zum leben bleiben muss.
de facto ist damit ein ansatzpunkt für eine lohnuntergrenze gesetzt. folglich bedarf es nur noch des willens in der politik, das zum mindestlohn zu machen.
tarifautonomie in allen ehren. aber bisher ist das im bereich der cc-branche wohl ein leerläufer, weil die branche – aus welchem grunde auch immer – dem anschein nach nicht auf die reihe bekommt, der ver.di einen verhandlungspartner gegenüberzustellen.
das wirkt sich meiner meinung nach zum nachteil der arbeitnehmer der cc-branche aus.
in so einem fall ist politik gefragt und hat ihrerseits den rahmen festzusetzen.
thema “betriebsrat (bzgl. existenz)”
die existenz des betriebsrates ist ein überprüfbarer fakt.
die diskussion darüber, ob mitglieder des gremiums wegen ihrer stellung im unternehmen (noch) als arbeitnehmer im sinne des betriebsverfassungsgesetzes anzusehen sind oder nicht … hätte geklärt werden können und sollen, wie auch die einlassungen hier zeigen. es hätte die chance bestanden, diese diskussion dauerhaft zu beendigen.
aber: das interesse war im gremium zumindest mehrheitlich nicht vorhanden. jedenfalls wurde der entsprechende antrag so abgewiesen.
Grübler
28.01.2013 - 16:21 Uhr
Ob das Vorgehen branchenüblich oder eventuell sogar zur Abwicklung nötig ist, ist irrelevant.
Einzig und Allein entscheidend ist, ob es datenschutzrechtlich zulässig ist.
Wenn tausende Autofahrer in der Innenstadt, mangels verfügbaren Parkplätzen, ihr Fahrzeug in Halte- oder Parkverbotszonen abstellen, wird es deshalb nicht rechtens und sanktionsfrei.
Ich frage mich auch, ob die Datenweitergabe an einen Dritten (der nicht einmal namentlich benannt ist) mittels AGB zulässig ist. Hier handelt es sich ja auch nicht um einfache Adressdaten sondern individuelle perönliche Korrespondenz.
Ich möchte schon gerne wissen, an — wen — meine Daten weitergereicht werden und in welchem Umfang, damit ich frei entscheiden kann ob Ich das möchte oder nicht.
Und wenn ein Nutzer nachfragt welche Daten über ihn gespeichert sind, Stichwort “Sternchenbewertung” hat er m.E. Anspruch auf diese Auskunft.
Humorist
28.01.2013 - 19:24 Uhr
Wow.. da hat man sich einmal 2 Tage nicht drüber aufgeregt und kommt wieder vorbei, dann platzt hier fast die Seite aus allen Nähten..
Ich finde es sehr schön, dass das Thema auch Kollegen auf den Plan gerufen hat welche sich kurz von der Sklaverei und der Verpflichtung zu gesetzeswidrigen Tätigkeiten loseisen konnten und hier ihre Meinung Kund tun. Danke dafür.
Ich bin der Meinung, dass das Thema in den kommenden Tagen und Wochen etwas leiser wird, der Herr Unbequem noch 1-2 wirklich wuchtige Klarheiten loslassen wird und wir in überschaubarer Zeit kaum noch einen Kommentar dazu lesen werden.
[Snip]
…. sinnloses Blablubb …
[/Snip]
Liebe Grüße
HaHaHa**
Heiko Frenzel
29.01.2013 - 22:38 Uhr
Ich hatte bereits darauf hingewiesen, dass ich Provokationen und Beleidigungen nicht dulde. Schon gar nicht bei “anonymen” Kommentaren. Und sollte es nochmal vorkommen, dass Sie hier herabwürdigende Aussagen gegenüber Ihres (ehemaligen) Arbeitskollegen posten, werde ich persönlich eine Beschwerde bei Ihrem Vorgesetzten einreichen. Es kann ja wohl nicht angehen, dass hier private Dinge eines Mitarbeiters in die Kommentarbox gerotzt werden. Allerdings zeigt mir das nun den vorbildlichen Umgang mit dem Datenschutz in Ihrem Unternehmen.
rico sachse
01.02.2013 - 10:03 Uhr
@ humorist
ein sinnvoller beitrag zur sache scheinen mir deine worte nicht zu sein.
zum glück ist das recht auf meinungsfreiheit ja sehr weitgehend. insofern dürfte auch deine äusserung noch davon erfasst sein, weil der grundrechtsschutz nicht auf die qualität der äusserung orientiert ist.
Philipp
28.01.2013 - 19:30 Uhr
Kann bestätigen das der Kundenservice die privaten Nachrichten lesen kann.
Hatte vor einigen Tagen ein Problem mit einem Spaßbieter, der sogar noch den Transaktionsabbruch meinerseits abgelehnt hat.
Damit ich zumindest nicht noch auf den Gebühren sitzen bleibe, habe ich bei Ebay angerufen und dem Mitarbeiter mein o.g. Problem geschildert.
Zur meiner Überraschung las er mir dann meine komplette private Kommunikation mit dem Spaßbieter vor.
Hat mich schon sehr erschreckt!!!
warumistdasso
28.01.2013 - 20:11 Uhr
Hallo an alle,
auch ich durfte vor langer Zeit dort arbeiten in Berlin,
ich bin dann auch gegangen weil es mir zu unheimlich wurde…
Kollegen konnten alle Daten aufrufen von interessanten Leuten, also was so interessant war für die…
zum Beispiel: eh mal gucken was der Nachbar so kauft…..
sobald man den Namen und ne Postleitzahl hat ist das kein Problem den Acc aufzurufen…soviel zum Datenschutz…
@unbequem lass dich nicht verschrecken, ist schon richtig was du machst, ich bin da leider nicht so stark…Sorry an dich!!
an alle die Obst und Kaffee und Wasser so hochloben, wenn Ihr 10-12 Stunden schuften müsst weil ich eure miete sonst nicht bezahlen könnt und ansonsten nur dumme antworten von TM oder so bekommt, dann nützt dir auch der kostenlose mist nichts mehr!!
indeed
30.01.2013 - 00:20 Uhr
Maximal 10 Stunden, plus 30 min Pause. Da wurde nämlich ziemlich streng drauf geachtet.
SelbstBedienung
30.01.2013 - 16:00 Uhr
Also indeed, echt mal, bei 10 Stunden gibt es ‘ne ganze Stunde Pause.
Harry Hirsch
28.01.2013 - 20:13 Uhr
Auch ich habe eine lange Zeit für das Projekt eBay im CCC gearbeitet. Nachdem ich hier alle Beiträge ausführlich gelesen habe, möchte ich eine Zwischenbilanz ziehen und zu einigen Passagen Stellung nehmen.
Ursprünglich sollte es sich um einen Beitrag zum Thema Datenschutz bei e-Bay handeln. Allerdings ist die ganze Geschichte aus dem Ruder gelaufen.
Die Story ist zur Abrechnung mit CCC mutiert. Einige springen auf den fahrenden Zug auf, um nachzulegen, andere versuche teilweise recht armseelig die Firma in Schutz zu nehmen. “Ein fauler Mitarbeiter der der Arbeit fern bleibt weil er einen Vertrag nicht länger erfüllen will ,den er selbst unterschrieben hat”, Auch nicht gerade hilfreich.
Dabei kann es keinen Gewinner geben. Es verlieren Alle. Es werden Interna ausgeplaudert, die gegen die Geheimhaltungspflicht verstossen. CCC wird bloss gestellt in dem die juristischen Drohungen publiziert werden. Der andere schreibt, dass Sitel in Polen noch schlechter arbeitet, also CCC gar nicht so schlecht sein kann, weil es noch Schlimmere Firmen gibt usw.
Merkt Ihr was? Eine Selbstzerfleischung kann man nicht besser inszenieren.
Ich nehme mir stets die Freiheit, Unternehmen zu verlassen, deren Moralvorstellungen ich nicht teilen kann. Eine Stellungsnahme, die ich teilen kann.
Ich wähle keine Partei, die jede Art von Mindestlohn ablehnt.
Vielleicht sollen wir Alle mal auf die Strasse gehen und für einen Mindestlohn demonstrieren. Das hätte mehr Sinn!
Tester
28.01.2013 - 22:51 Uhr
Zum Thema Pseudonym muss ich sagen, ich finde es korrekt nicht den realen Namen zu nennen. Ich habe selbst jahrelang in einem Callcenter gearbeitet und dort Bedrohungen von Kunden erlebt die sogar Mitarbeitern vor der Firma aufgelauert haben. Da kann man echt drauf verzichten.
Dass man im System Kürzel wegschreibt hat möglicherweise gar nichts zu sagen, da Callcentersysteme normalerweise automatisch den Namen des Mitarbeiters zu Einträgen adden.
arnold küste
29.01.2013 - 00:06 Uhr
endlich feierabend.
ich bin im ccc leipzig für 7 € die stunde. dank projektleiter (der auch im betriebsrat ist) sind die bonusziele so richtig angezogen worden. bei der einstellung hat man mir versprochen, daß 8,50 € ganz leicht zu erreichen sind. jetzt können wir froh sein, wenn 0,50 € extra kommen. schön, daß in berlin für den selben job 7,50 € plus bonus gezahlt wird. da fühlt man sich richtig verarscht, wenn man die millionengewinne anschaut.sind wir in leipzig weniger wert?
bist du krank oder machst urlaub, gibts noch weniger ausgezahlt, obwohl es im gesetz anders steht.
20 tage urlaub, echt super, oder?
feiertage gibt es nicht. samstag oder sonntag/feiertag wird ohne zuschlag gearbeitet. natürlich bis 22 uhr, ist doch normal?
dafür im sommer über 35 grad, keine klimaanlage oder gute belüftung. sauerstoff ist magelware. kein ausreichendes licht.
wenn du dich beschwerst sagen die dir: suche dir doch nen anderen job.
das kann man natürlich mit menschen machen die froh sind, überhaupt eine arbeit zu haben.
wenn es nicht reicht sagen sie dir: geh doch zum amt und stocke auf.
ob ebay und co das wissen und wollen? ja das so ist, wäre es traurig.
Rico Sachse
29.01.2013 - 01:31 Uhr
Du kritisierst? Okay! Bist du auch bereit etwas zu tun, damit sich was ändert?
https://mitgliedwerden.verdi.de/
Bundesweite Unterschriftenaktion für einen tariflichen Mindestlohn:
http://besondere-dienste.verdi.de/branchen/callcenter/tariflicher-mindestlohn
Ralf
29.01.2013 - 12:39 Uhr
Ich muss nun doch noch einmal etwas zu diesem Thema sagen: Das Problem ist doch für die meisten offenbar nicht, dass Mails gelesen werden können, wenn damit ein Problem gelöst werden kann.
Die Probleme sind:
1. Dass dem Mitglied bisher – obwohl er ein Recht dazu hat, über von ihm gespeicherte Daten Auskunft zu bekommen – die Auskunft gegeben wurde, man könne seinen Nachrichtenverkehr nicht einsehen.
2. Viel schwerwiegender ist, dass jeder Kundenbetreuer in die Daten von Mitgliedskonten Einsicht hat und die Mails lesen kann, auch wenn diese Mitglieder überhaupt keine Anfrage an den Kundenservice gestellt haben oder als Handelspartner Teil der Anfrage eines anderen Mitglieds sind.
3. Du musst als Kundenbetreuer für eBay sowohl Deinen PayPal-Account, als auch Deinen eBay-Account offen legen. Das heißt, wenn du über diesen Marktplatz einkaufst oder verkaufst, bist du komplett transparent. Du musst Dich sogar unter Deinem Klarnamen als eBay-Mitarbeiter zu erkennen geben und mitteilen, dass du Dich deshalb an besondere Policies zu halten hast.
Zu 1.)
Es könnten nicht nur viele Schwierigkeiten zwischen Handelspartnern direkt geklärt werden. Ebenso leicht wären Mitglieder am Telefon schnell der Falschaussage überführt, die z.B. angeben, sie würden mit einer negativen Bewertung erpresst und ich kann im Mailverlauf sehen, dass der Verkäufer den Käufer von Anfang an beleidigt hat. Und diese Fälle gibt es zu Hauf. Da nehmen sich Verkäufer und Käufer gleichermaßen nichts.
Zu 2.)
Wenn eine Sperre ermöglichen würde, dass zumindest für die Mitarbeiter im Kundenservice keinen Enblick in sämtliche Mitgliedskonten möglich wäre, könnte ein wesentlich besserer Datenschutz geboten werden.
Es geht eBay-Mitarbeiter und auch Mitarbeiter im Kundenservice nichts an, welche Artikel der Nachbar, der ehemalige Schulkamerad oder irgendein Verwandter kauft oder verkauft (ausgenommen sind natürlich Artikel, die gegen die eBay-Grundsätze verstoßen.)
Zu 3.)
Wenn ich mich als Mitarbeiter transparent mache – und das eben nicht nur mit meinem eBay-Konto sondern auch mit meinem PayPal-Account, muss ich davon ausgehen, dass eBay mir von vornherein unterstellt, das sich möglicherweise Dummheiten mit meinen Mitgliedskonten anstelle.
Das heißt, es könnten hier Stichproben durchgeführt werden, ohne dass ich davon weiß. Jede PayPal-Transaktion, die ich durchführe, ist theoretisch für eBay nachvollziehbar, auch wenn ich gar nicht bei eBay eingekauft habe, sondern bei irgendeinem Anbieter im Internet, der zufällig auch PayPal als Zahlungsmethode anbietet.
Gläubiger, Handelspartner oder juristische Gegner erhalten bestimmte Daten nur auf richterlichen Beschluss. Das sollte zumindest so sein.
eBay hingegen setzt sich darüber hinweg. Man darf nicht vergessen: Man arbeitet nicht für den BND. Man arbeitet lediglich für eBay.
Viele denken gar nicht darüber nach, was sie da eigentlich unterschreiben, ankreuzen, anhaken, wenn Sie für den Kundenservice unterschreiben.
Ich weiß noch sehr genau, dass wir direkt in der Schulung nach unseren Mitgliedskonten und PayPal-Accounts gefragt wurden. Wer sich weigerte, dem wurden seinerzeit Versprechungen gemacht, eBay wolle sich mit einem Gutschein bedanken, der dann auf das PayPal-Konto gutgeschrieben würde.
Der Gutschein ist niemals angekommen.
Und jetzt soll eBay bitte nicht erzählen, Sie nähmen den Datenschutz ernst.
indeed
30.01.2013 - 00:28 Uhr
eBay hat mindestens einmal allen CCC-Mitarbeitern 50€ aufs private PayPal-Konto überwiesen. Einfach so, ziemlich nett.
Ralf
30.01.2013 - 10:45 Uhr
Ich habe keine Ahnung, in welchem der eBay-Abteilungen beim CCC du arbeitest.
Bei uns gab es im TCC keinen einzigen Cent vor 2 Jahren. Auf die Gutschrift warten wir heute noch.
Also ist die Aussage, dass eBay “allen CCC-Mitarbeitern 50€ aufs private PayPal-Konto überwiesen” hätte schlichtweg falsch.
Weder einmal noch mehrmals. Das ändert im Übrigen nichts an der Tatsache, dass Sie die Offenlegung aller meiner Accounts bei eBay und PayPal verlangen.
SelbstBedienung
30.01.2013 - 18:20 Uhr
Ja, genau, jetzt lass uns doch darüber streiten, wer seinen Gutschein bekommen hat und wer nicht! (Ich hab meinen als Zuzahlung zum iPod benutzt, und Ihr so?)
Mr. Ice Age
14.02.2013 - 19:14 Uhr
So sieht’s aus, ich bin seit vier Jahren im Ccc Stralauer bei eBay und hab nie etwas erhalten…
Ganz zu schweigen von Anerkennung für harte Arbeit…
SelbstBedienung
30.01.2013 - 18:31 Uhr
Ralf, darf man erfahren, woher deine Infos stammen, und aus welcher Zeit? Und wie lange warst Du im Unternehmen?
Ralf
19.02.2013 - 22:44 Uhr
Die Informationen in meinem Beitrag sind aktuell. Zu meiner Tätigkeit möchte ich nichts weiter sagen, da ich keinen Wert darauf lege, durch das CCC identifiziert zu werden.
Alle Aussagen würde ich sogar jederzeit an Eides statt versichern.
Unbequem
29.01.2013 - 13:08 Uhr
Da ich von sehr vertrauenswürdiger Stelle darauf hingewiesen wurde, zitiere ich die betreffende Person einmal:
es ist nicht richtig, dass es keine betriebsratswahl gegeben hat.
richtig ist vielmehr: es fand eine betriebsratswahl statt. dies lässt sich auch im fachbereich 13 (besondere dienstleistungen) der ver.di in berlin erfragen, denn dort ist die person tätig, die im grunde die wahl einleitete, wie ich es mal beschreiben möchte.
ob einem mehr oder minder die personen im gremium ob der von ihnen im unternehmen bekleideten position(en) zusagen, ist eine davon getrennt zu betrachtende angelegenheit.
Ich möchte darum bitten, hier nur Fakten zu äußern, die Ihr aus zweifelsfreier Quelle wisst bzw selbst belegen oder bezeugen könnt. Es geht nicht darum sich beim Unternehmen CCC im Nachhinein zu rächen oder nochmal anonym “drauf zu kloppen”.
Dazu bitte ich Euch, zumindestens immer auch den Standort zu schreiben, damit die hier mitlesende Firma die Möglichkeit hat, die Dinge zu prüfen und ggf. dazu Stellung nehmen zu können.
noch eine Ex-CCClerin
30.01.2013 - 00:16 Uhr
großes lob und ein fettes “dankeschön” an den unbequemen herren.
grundsätzlich möchte ich hier mal die rechtliche lage laienhaft ansprechen. der unbequeme ist ein sogenannter whistleblower, ein informat eben, der missstände und verstöße am arbeitsplatz preisgibt und dies ist nach bgb geschützt. aufatmen.
zum andern: auch meine erfahrungen spiegeln das geschilderte wider. ich habe für fedex gearbeitet, auch hier wurden die datenschutzanforderungen extrem vernachlässigt und wissendlich von vorgesetzten übersehen. der sicherheitsbereich (eigentlich nur durch fingerabdruck begehbar) war offen, die handies waren am tisch und wurden lebhaft benutzt. bei business in black tagen – also wenn businesspartner, auftrageber und potientielle geschäftspartner im hause waren wurde ein heidenaufwand betrieben, dass wir ja alle schön artig an unseren plätzen saßen und die regeln einhalten. die maske viel mit dem schloß in der tür.
zu den betriebsratswahlen: ich war frisch im ccc und knüpfte erste kontake, diese berichtet mir, wie die wahlen abliefen. mitarbeiter, die erst wenige tage im ccc angestellt waren, noch in der schulung für das projekt fedex, wurden stark beeinflusst. eine kandidatin ging in den seminarraum und sagte, sowas wie: “morgen sind betriebsratswahlen, wählt mich, ich mache alles was ihr wollt.” wenn das keine beeinflussung ist…
das der betriebsrat aus führungskräften bestand habe auch ich angesprochen. eine zusammenarbeit mit verdi bestand 2010 nicht, ich bekam die aussage: “die einzigen beiden betriebsratsmitglieder, die bei verdi waren, haben gekündigt.” komisch…
grundsätzlich wurden höhere positionen nur an ungefährliche kollegen, mit denen man gut konnte und die absolut nix auf der kirsche hatten, vergeben.
von den firmenparties auf denen es jeder mit jedem getrieben hat soll an dieser stelle mal nichts weiter erwähnt werden.
der laden stinkt zum himmel und die dort geschaffenen arbeitsplätze dienen nicht der beschäftigung und der fairen vergütung von unseren mitmenschen, sondern lediglich zur bereicherung der machtmissbrauchenden geschäftsführung.
rico sachse
01.02.2013 - 10:55 Uhr
thema “br-wahl und beeinflussung”
da gibt es ja immer zwei seiten. die eine, die beinflussen will, und die andere, die das (nicht) zulässt.
parteien wollen uns auch beeinflussen. unternehmen versuchen es durch ihr werbegebimmel auch … pausenlos.
etwas nicht legitimes kann ich bei allem nicht entdecken, wenn und soweit der einzelnen person die freiheit der entscheidung nicht genommen oder beschränkt ist.
wenn diese person sich jedoch anbot, alles zu tun, was die adressaten von ihr verlangen würden, dann messe sie daran, fordere rechenschaft ein und bei der nächsten br-wahl hast du die chance, dich neu zu entscheiden.
wie heisst es doch so schön:
nicht an ihren worten sondern an ihren taten sollt ihr sie messen!
rico sachse
01.02.2013 - 11:03 Uhr
übrigens:
ich bin ver.di-mitglied, war im betriebsrat (als nachrücker ab november 2011), bin es nicht mehr und habe nicht gekündigt …
paypal kunden aufgepaßt
30.01.2013 - 09:27 Uhr
Und nun auch PayPal: Auf der PayPal Seite findet sich unter Datenschutz der Hinweis, daß CCC Callcenter in Leipzig Zugriff auf vertrauliche Daten von PayPal Kunden hat.
Da fühle ich mich echt unwohl.bei wenn man hier verfolgt, wie CCC Callcenter mit eBay Daten arbeitet und dort die Mitarbeiter behandelt werden. Werde wohl mein PayPal Konto lieber schnell löschen.
https://cms.paypal.com/de/cgi-bin/marketingweb?cmd=_render-content&content_ID=ua/Privacy_full&locale.x=de_DE
Outsourcing des Kundenservice
Sutherland Global Services Inc. (USA und Philippinen), Convergys Customer Management Group Inc. (USA), Sitel GmbH (Deutschland), Transcom Worldwide SAS (Frankreich, Tunesien) Transcom Worldwide France SAS (Frankreich), Transcom Worldwide SpA (Italien), Competence Call Center Leipzig GmbH (Deutschland) und Arvato Direct Services GmbH (Deutschland)
Kundenservice per Telefon und E-Mail
Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, gekürzte und beschränkte oder vollständige Angaben zu Zahlungsquellen, Ablaufdaten der Zahlungsquellen, Art des PayPal-Kontos, Identitätsnachweis, Kontostand und Transaktionsdaten, Abrechnungen und Berichte von Kunden, kontobezogene Korrespondenz, Versanddaten, Informationen zu Werbezwecken.
gotthard
30.01.2013 - 15:04 Uhr
Dann sei aber so konsequent und kündige dein reguläres Bankkonto gleich mit, den dort passiert das selbe.
Ist für mich auch reine Panikmache. Wie soll denn bitte ein CC arbeiten wenn es keinen Zugriff auf die persönlichen Daten des Kunden hat? Es liegt doch in der Natur der Sache, dass der Agent die Buchungsdaten sehen muss.
Ich versteh auch dein Argument :”ich echt unwohl.bei wenn man hier verfolgt, wie CCC Callcenter mit eBay Daten arbeitet”. Was meinst du damit? Es gab doch kein Leak oder ähnliches.
Das ganze Thema kommt mir wirklich so vor, also ob der MA der Firma wirklich nur eins auswischen will. (Sollten es stimmen, dass er im Streit die Firma verlassen hat)
Und nein – ich bin kein CCC MA oder ähnliches. Finde es nur seltsam dass hier was skandalisiert wird, was klar und deutlich auf der Ebay seite steht:
http://pages.ebay.de/help/policies/privacy-policy.html?rt=nc#Offenlegung
Rüdiger Schultz
01.02.2013 - 14:33 Uhr
Ich kann den Artikel absolut bejahen und unterstützen. Ich bin ehemaliger CCC-Mitarbeiter, Führungskraft. Datenschutz wird nur bei Audits oder Zertifizierungen eingehalten, sonst trügt der Schein. Jeder Mitarbeiter müsste eigentlich durch jede Tür einzeln durchgehen (Fingerprint, ID-Card), was nie gewährleistet wird – und hier fängt es erst an. Vom ersten Schulungstag an werden die Mitarbeiter (Agents oder Team Mates) nicht fair aufgeklärt über die Anwendung von Datenschutzbestimmungen. Am Ende der Schulung mussten die Passwörter rausgerückt werden, dass der Team Leiter darauf zugreifen konnte. Das ganze ist mit dem Projektmanagement abgesprochen und wird von hier lanciert. Im PayPal Projekt/CCC Leipzig wurden so Mitarbeiter gebucht und bei PayPal abgerechnet, die krank oder im Urlaub waren. Die Mitarbeiter wurden vom WorkForceManagement permanent falsch gebucht, was zu weniger Lohn am Ende führte. Über das CCC System konnten auch E-Mails von eBay Mitarbeiter erhalten werden, auch mit beidseitig sensiblen Kundendaten. Da die Projekte eBay und PayPal nebeneinander liegen, wurden auch oft Kundeninformation direkt ausgetauscht, da viele eBay-Händler auch ein PayPal-Konto besitzen. Die CCC Mitarbeiter bei PayPal sehen auch in ihren Tools mehr als der Kunde erfahren darf. Die Auskunft wird den Agents verboten und es wird mit Abmahnung gedroht. Die Einsicht voller Kreditkartennummer, aller Transaktiondetails (Käufer UND Verkäuferkonto), Geburtsdatum, Zugriffsort und vieles mehr waren möglich. Für ein Passwort-Reset eine ganze Menge Daten die offenliegen und auch gern mit dem Nachbaragent ausgetauscht werden. Der Lohn ist und bleibt unfair, die Arbeit mit den Betriebsräten alles andere als partnerschaftlich. Die Führungskräfte ab und inklusive der Projektmangager-Ebene haben das “Manager” im Namen nicht verdient, es sind schlecht ausgebildete Selbstdarsteller, die die Mitarbeiter wie eine Viehherde treiben um noch mehr AHT (Average Handling Time=Gesprächsdauer) zu sparen. Teilweise ohne Hochschulreife oder abgeschlossenem Studium steuern hier hilflose Kapitäne ein Schiff, dessen Bedienung sie nie gelernt haben und auf dem sie die Sprache der Besatzung nicht sprechen. Die “einfachen” Telefonierer müssen darunter leiden, bekommen kaum Anerkennung (und wenn dann in künstlich geschwungenen Reden) und werden zu allerhand Ungesetzlichem gezwungen. Als Abschlussanekdote: im PayPal-Projekte mussten die Mitarbeiter Auskunft über ihr privates eBay-Konto erteilen. Auf Frage was bei Verweigerung geschieht, antwortete das Projektmanagement mit Androhung einer sofortigen Kündigung. Auch wurde Mitarbeitern erzählt, dass das Tragen firmenfremder oder gewerkschaftlicher Badges (Halsbänder mit ID-Card) Verboten sei, der Betriebsrat konnte das zumindest klären.
anold küste
02.02.2013 - 17:07 Uhr
vieles kann ich bestätigen. kennst du noch die mails vor auftraggeberbesuchen, wo alle mitarbeiter auf einhaltung von datenschutz hingewiesen werden? wenn man sich immer daran halten würde, bedürfte es keiner extra hinweise!
Heino
08.02.2013 - 19:15 Uhr
Lieber Herr Ebay-Projektleiter in Leipzig
hast deinen namen sehr geschickt geändert. Wenn du einiges von dem zustimmen kannst, warum änderst du dann nichts. Du bist doch im Betriebsrat, wenn auch Fehl am Platz dort.
ein schelm
09.02.2013 - 15:15 Uhr
er kann doch nichts ändern, herr heino. er wird höchstwhs. selber unter druck gesetzt (damit meine ich nicht die “normalen MA”). der grund aus dem er sich noch im br befindet dient whs, wie böse zungen behaupten – doch der informationsweitergabe unter dem deckmantel des netten arbeitnehmerrechtlers.
aber wie auch immer.
die mehrzahl der ma´s wollten ihn im br haben, wie die wahl verraten hat. c’est la vie. ich bin froh, dass die stunden, welche ich in diesem unternehmen verbrachte, gezählt sind. aber ich kann mir lebhaft vorstellen wie groß die aufregung gerade sein wird – das widerrum belustigt mich.
auch schön: wie eindeutig man bei den kommentaren lesen kann welcher der schreiberlinge wohl agent ist und wer pm oä :D
nungut, genug vor mich her geschrieben. ich bin gespannt über die entwicklung des ganzen :)
mfg
ein schelm
auch Mitarbeiter
12.02.2013 - 19:57 Uhr
An alle Leipziger CCCler: Könnt ihr euch noch an die Mail errinnern, als der TÜV kam um das Zertifikat für einen Super Arbeitgeber auszugeben?? Wie kam es eigentlich, dass die Dame nur in die Eingangsbereiche der einzelnen Areas durfte?? Und denkt bitte auch bei weiteren Auskünften hier und überall daran: “Das CCC steht für Qualität” “Wir tun alles für die Erhöhung der eigenen Managergehälter – dafür haben wir eigens ein Reallohnsenkungsmaßnahmenprogramm ins Leben gerufen: erreichen zuviele Mitarbeiter (2%) die Vorgaben, werden diese angezogen. Da soll noch mal jemand kommen und nach mehr Geld betteln!”
Leidensgenosse von unBequem
04.02.2013 - 01:29 Uhr
Die erwähnte Firma ist nicht die Firma für die ich arbeite sonder ein Konkurrent der auch von Ebay beauftragt wurde den Kundenservice hier in NRW zu managen. Wir werden leider nur noch schlechter bezahlt.
Die Sachen mit dem Betriebsrat ist bei uns nicht so schlimm, der ist eigentlich gar nicht vorhanden. Jedenfalls tut er nichts.
Anmerken möchte ich noch das die Aussagen des Mitarbeiters weder bejahe noch verneine
Nur wurde der Prozess zum Verifizierung schlagartig vor einer Woche geändert. Sowohl für private als auch für gewerbliche Mitglieder. Allerdings viel besser als vorher ist er auch nicht.
Das was hier erwähnt wird ist auch nur die Spitze des Eisberg. Wenn wirklich alles rauskommen würde was ebay und die jeweilig beauftragten Firmen für einen Schmu treiben könnte ebay den Laden in DE zu machen.
Georg Boese
06.02.2013 - 00:30 Uhr
Eines werde ich, obwohl ich schon Einiges erlebt habe, nie verstehen: Den Glauben in die Durchsetzungskraft eines anonym dem vorgesehenen Verfahren zur Klärung des Vorgangs entzogenen Vorgehens auf eigene oder gegen die fremde Faust. Im Ergebnis geht es immer gegen einen ganz konkreten Menschen, den man oft auch kennt. Und dann ist er plötzlich unkenntlich. Bis er vor Gericht steht. Unabhängig davon, ob er Kläger ist oder Angeklagter, unabhängig gerade davon, ob man ihm bis dahin zugeprostet oder ihm hinterrücks einen Schuss aufgesetzt hat.
Bitte Alle, die Ihr UNBEQUEM verteidigt, angreift, anzweifelt – lasst ihn in Ruhe seinen Gang mit berufener Unterstützung dorthin gehen, wo all das zu verhandeln ist und lasst Eure unappetitliche Wegelagerei endlich bleiben! Verliert er, will es doch wieder keiner von Euch gewesen sein, die jetzt noch wortreich im Gebüsch lauern, gierigen Blicks. Gewinnt er, stehts plötzlich auf Euren geliehenen Fahnen winddick eingeschrieben, bis Ihr die nächste Sau durchs Dorf getrieben seht.
Ob so oder so, Euer anstandsloses Gequatsche rund um den heißen Brei, in dem Ihr nicht sitzt, Ihr Anständigen, es ist nix als die eklige Neuauflage des zitternden “Wenn das der Führer wüßte”.
Ich mache mich kenntlich: Ich jobbe im CCC, Projekt Fedex, mein Name ist Georg Boese, und ich halte nix von Kuscheln oder Versteckeln.
Möge der Bessere gewinnen.
G
06.02.2013 - 22:38 Uhr
ah jetzt weis ich auch warume s zu fehlerhaften bewertungen gekommen ist
bei mir !
ich hatte extreme probleme mit zwei berliner kunden !
die hatten mich unseriös bewertet.
ich kann nur vermuten die waren dort angestellt und haben mich provoziert.
oder waren von der konkurrenz beauftragt.
reklamationen wegen den falschen bewertungen hat ebay immer
ingoniert, angeblich hätten sie auch die emails geprüft.
das war mir ja gerade recht.
darin haben mich die zwei beleidigt.!
ebay hat das aber überlesen ?
ebay machte nichts gegen die kunden.
darauf wollte ich schon kündigen.
da aber ebay seine monopolmacht weiter ausgebaut hat
und gerne auch die pricedumper mit viel umsatz mit china waren
bevorzugt ,muss man dort bleiben
oder man hat verloren.
ebay ist bereits zu gross
und deshalb muss der bund dies unternehmen besser kontrollieren!
klarer fall!
anomynous
08.02.2013 - 19:00 Uhr
Ich als ex-MA des CCC(dachte immer das steht für cash, cocaine and canabis club) kann dem Bericht nur zustimmen und dessen Wahrheit bekunden.
ES stimmt das man alle PNs lesen kann, aber die Aussage das ist für den Schutz vor Betrug oder ähnlichen kann ich nur lachen bis mir die Tränen kommen. Gewerblicher Seller wird suspended aufgrund below Standart wegen den DSRs und Feedbacks. Auf den Inhalt wird garnicht geachtet denn beim lesen würde man feststellen das buyer in der mail auch den fraud angekündigt hat. Das selbe im Fall wenn Case SNAD/INR zugunsten Buyer entschieden wird obwohl aus den nachrichten hervor geht das verschulden oder Betrugsversuch zu lasten des käufers gehen. Und klar darf man das den MGs nicht sagen das diese für MAs lesbar sind. Die würden doch explodieren. Als MA hat man auch die möglichkeit sich selber den Seller anzuschauen, die gelöschten feedbacks(in ADlite/AD4), welche Preisvorschläge vom Seller gesetzt werden, die Nachrichten und allgemein sein myebay um zu entscheiden dort einen kauf zu tätigen. Diese Liste könnte man noch ewig weiterführen. Die Sache mit den “Nicknames” ist auch so eine Sache. Auf die Frage hin warum hiess es intern: Ein Mitarbeiter sei von einem MG angegriffen worden, seitdem gäbe es diese Regelung. Plausibel und logisch ist die Geschichte das dadurch kein Agent rechtlich belangt werden kann. Amüsant ist auch das man von seinen Paypal Kollegen erfährt wie es sich dort am besten Betrügen lässt um Waren kostenfrei (eher gesagt auf Kosten des Sellers) zu ergattern. Erwähnt wurde ja auch im Beitrag die Sache das Seller/Buyer lange auf Refunds warten mussten, teilweise bis zu 3 Monaten, grund war ein System wobei Ebay quasi als Zahlungsdienstleiter auftritt und alle Zahlungen verwaltet. Natürlich auch die Tageszinsen einfährt. Ein System was absolut nicht ausgearbeitet war, somit zu vielen Probleme führte, und die nötigen Zulassungen/Genehmigungen fehlten. Das System wird zurückgerollt und es gibt noch grössere Probleme. Angeblich arbeitete Ebay von Anfang mit der Finanzaufsichtbehörde zusammen, diese wollten aufeinmal Genehmigungen die nicht vorhanden waren. Ebay verweist darauf das die Steuernummer auf Luxemburg gemeldet ist, aber ist doch klar das im deutschen Bürökratenstaat für solche finanziellen Pläne Genehmigungen her müssen.
Selbstverständlich macht das CCC dem Agent Druck, denn geschafftes Service-level bedeutet mehr Umsatz. Ist der Erfolg im Monat bedroht werden die Agents doch mit Nachdruck gebeten Mehrstunden zumachen, was dann in lächerlichen Team-Marathons ausartet. Am besten auch noch nach 22 Uhr, zum regulären Line-ende. Aufeinmal bekommt man 10h Schichten reingeknallt und bei Beschwerde heisst es, dass muss gemacht werden. Sobald man mit Paragraphen droht und auf das Arbeitschutzgesetz verweist bekommt man eine Stundenreduzierung, mit murren des Projektleiters, und eine Notiz mit deinen Namen auf seiner Liste. .Der Betriebrat im CCC kann nicht funktionieren wenn die meisten Mitglieder Overheads in den Projekten sind und diese immer im Sinne des Unternehmen handeln.
Man dankt für die Aufmerksamkeit
Ralf
19.02.2013 - 22:53 Uhr
Kein Außenstehender wird kapieren, was du mit den eBay internen Fachbegriffen meinst.
indeed
26.02.2013 - 01:14 Uhr
Da hat selbst ein ehemaliger Mitarbeiter arge Mühe…
Kleine Übersetzungshilfe:
seller=Verkäufer
below standard=Unterdurchschnittliche 5-Sterne-Bewertungen
DSR=detailed seller ratings=5-Sterne-Bewertungen
feedback=Bewertungen
fraud=Betrug
SNAD=Significally not as described=Erheblich von der Artikelbeschreibung abweichender Artikel
INR=Item not received=Nicht erhaltener Artikel
MG=Mitglied
MA=Mitarbeiter
ADlite/AD4=Agent Desktop lite/4 (Kundenservice-Programm)
myebay=Mein eBay
Sandy Hagenberg
11.02.2013 - 08:22 Uhr
Guten Morgen,
die Ebay/CCC-Story habe ich seit Tagen aufmerksam verfolgt.
Bedauerlicherweise kommen keine Infos von “Unbequem” mehr.
Halte uns doch bitte auf dem Laufenden…
Mit freundlichen Grüssen
Sandy Hagenberg
Interessant
11.02.2013 - 18:45 Uhr
Ich bin ja mehr als durcheinander, wie ruhig es um das Thema geworden ist. :) Nicht, dass das schon von Anfang an klar war aber Herr “Unbequem” wird entweder sehr busy sein, oder hat nun doch nicht das erhalten was er sich hier und im Forum erhofft hat..
Priceless^^
Und sollte ich falsch liegen: Ein Update wäre toll :D
SelbstBedienung
12.02.2013 - 09:32 Uhr
Mein Tipp: “Unterlassungsklage”
bernd
17.03.2013 - 14:42 Uhr
viel Gelaber um nichts……
er hat wohl doch nicht durchgehalten “unbequem”.
Hannes
18.03.2013 - 01:07 Uhr
Danke für diesen Bericht.
Leider herrschen diese Zustände auch bei zalando, bei amazon und bei all den großen Anbietern, die im Internet zu Billigpreisen anbieten. Diese Leute dort sind die gleichen armen Säue, wie die vielen Chinesen, die in ihrer Heimat für 100.-€ im Monat unter schrecklichen Arbeitsbedingungen 7 Tage die Woche schuften müssen, damit wir in Westeuropa oder den USA billig einkaufen können. (Oder auch nicht, da die Zwischenhändler immer noch 400% verdienen!)
Geiz ist halt nur geil, solange man davon profitiert. Aber ganz schnell könnte man Morgen selber davon betroffen sein. Vom Datenschutz und von Rechtlosigkeit möchte ich erst gar nicht reden.
Ich kenne sogar Leute, die schuften für 3,50€ die Stunde!
Und last not least haben diese Big player dann auch noch ihren Firmensitz außerhalb von Deutschland, damit sie ja keine Steuern hier zahlen müssen,
wären ja auch blöd. Denn der deutsche Staat machts ja möglich. Alles legal!
Olga Ternow
17.04.2013 - 11:30 Uhr
es ist wohl primaer erst einmal eine software die “liest” und automatisch filtert.
eine sendung wird auch direkt geblockt wenn man sogar
heinzmustermann(at)gmx(punkt)de
abschickt.
man kann auch nicht den faden in einer schon beantworteten frage wieder aufgreifen
und ergaenzen. diese wird dann nicht weitergeleitet, eine entspr. ergaenzung findet sich auch nicht im sendeprotokoll. es steht zu vermuten, dass dadurch der dann real lesende ebay-mitarbeiter durch vermeidung von “spaghetti-texten” entlastet
werden soll, da die meisten user wohl kaum ‘copy und paste’ in die neue frage beherrschen.
“Zu Ihrer eigenen Sicherheit”, ist dasselbe wie der “Dachbodenfund”.
nicht nur bei ebay zu standardphrasen verkommen, die alleinig dazu dienen, die eigene vorteilsnahme zu kaschieren. wenn jeodch auch dateschuetzer keinen richtigen fuss in der ebay-tuer verankern koennen, bleibt einem nur das schlucken der giftigen teile der ebay-kroete oder dessen symbolisches zerteten durch abmeldung.